Streitgespräch um E-Fuels: „Mit Verlaub, aber das ist kompletter Quatsch“
Der Klimachef der Grünen und der Porsche-Entwicklungsvorstand im Streitgespräch.
Foto: Imago, Getty Images [M]Düsseldorf, Brüssel. Über Wochen zog sich der Streit zwischen Bundesregierung und EU über das Aus von Neufahrzeugen mit Verbrennermotoren. Vor Kurzem wurde es dann von den EU-Staaten für 2035 beschlossen – mit einer überraschenden Ausnahme: Mit E-Fuels sollen Verbrenner auch künftig möglich sein.
Während Klimaschützer und Wissenschaftler den synthetischen Kraftstoff kritisieren, testet ein Unternehmen den Einsatz im Pkw-Bereich bereits: Porsche. Entwicklungsvorstand Michael Steiner nennt die Technologie im Handelsblatt-Streitgespräch „die beste Lösung, die mir einfällt“ – als Ergänzung zur Elektromobilität. Auch Porsches Bestseller, den 911er, kann sich der Auto-Manager als E-Fuel-Variante „gut vorstellen“.
Michael Bloss, Klimachef der Grünen und EU-Parlamentarier, hält dagegen: Für ihn sind E-Fuels „wie Chanel No. 5 – hergestellt für eine kleine reiche Schicht“. Im Streitgespräch kündigt er eine Blockade gegen den E-Fuels-Kompromiss im Parlament an.
Lesen Sie hier das gesamte Streitgespräch zum Thema E-Fuels, Klimaschutz und Mobilität:
Herr Bloss, haben Sie schon einmal in einem Porsche gesessen?
Bloss: Ich glaube nicht. Es ist aber auch nichts, wozu ich pauschal Nein sagen würde.
Steiner: Sie sind herzlich eingeladen.