Vinfast: Vietnams reichster Mann erleidet Fehlstart mit E-Auto-Wette
Die ersten Elektro-SUV des vietnamesischen Herstellers bei der Markteinführung in den USA Anfang März.
Foto: ReutersBangkok. Vietnams reichster Mann hat Milliarden auf seine Idee gewettet, von Südostasien aus den globalen Markt für Elektroautos aufzumischen. Wenige Wochen vor der geplanten ersten Fahrzeuglieferung nach Europa wachsen jedoch die Probleme bei Vinfast, dem E-Auto-Start-up des 54 Jahre alten Unternehmers Pham Nhat Vuong.
Im ersten Auslandsmarkt, den USA, setzen Qualitätsprobleme das junge Unternehmen unter Druck. Nun muss Vinfast die ersten knapp 1000 nach Amerika verschifften Fahrzeuge ihres ersten verfügbaren Modells VF 8 zurückrufen.
Nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA wurde ein Softwarefehler in den Elektro-SUVs des Herstellers entdeckt, kurz nachdem die ersten US-Kunden ihre in der vietnamesischen Industriemetropole Haiphong hergestellten Autos entgegengenommen hatten. Der Fehler könne während der Fahrt zu einem Ausfall des Hauptdisplays im Armaturenbrett führen, heißt es in der NHTSA-Mitteilung. Fahrer könnten dann Warnleuchten und Kontrollsymbole nicht mehr sehen, was die Gefahr eines Unfalls erhöhe.
Der Defekt soll sich zwar einigermaßen einfach beheben lassen, per Software-Update in der Werkstatt. Der Rückruf nährt aber Zweifel an der technischen Leistungsfähigkeit des vietnamesischen Newcomers.