Aktien, Immobilien & Co.: Welche Anlagen schützen vor der Inflation?
Gold, Kryptowährung, Immobilien –Was eignet sich am besten in Zeiten von hohen Inflationsraten?
Foto: HandelsblattFrankfurt . Eine neue Welt mit dauerhaft höheren Zinsen und eher zu starker als zu niedriger Inflation: Das wartet nach weit verbreiteter Meinung der Experten in den kommenden Jahren auf Investoren und Investorinnen.
Welche Anlagen können sich in diesem Umfeld bewähren? Ein Überblick über die Sektoren des Kapitalmarkts.
Reguläre Anleihen bei Inflation: gefährdet
Zinspapiere gelten bei Inflation als anfällig. Weil die Rückzahlung zum nominalen Wert erfolgt, findet über die Laufzeit ein Wertverlust statt. Bei nur zwei Prozent Inflation, wie sie von den meisten Notenbanken der Welt angestrebt werden, sind von 100 Euro nach zehn Jahren gemessen an der anfänglichen Kaufkraft nur noch rund 82 Euro übrig. Bei vier Prozent Inflation schmilzt der Rückzahlungswert des Zinspapiers im selben Zeitraum auf rund zwei Drittel zusammen.
Die Kalkulation zeigt: Es kommt auf die reale Rendite an, also auf die ausgewiesene Rendite minus der Inflation. Dabei nehmen Profis nicht die aktuelle, sondern die für den jeweiligen Zeitraum erwartete Inflation.
In Deutschland liegt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bei rund 2,4 Prozent. Wenn die Inflation auf zwei Prozent sinkt – was ja das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) für den Durchschnitt im Euroraum ist, dann ergibt sich mit diesem als sehr sicher geltendem Papier gerade noch eine positive Rendite. Behalten dagegen die Skeptiker Recht und die Inflation bewegt sich auf Dauer bei drei oder gar vier Prozent, ist damit eine Negativrendite verbunden.