Best Practice: KI im Wagniskapitalgeschäft: Wenn die Software das nächste Start-up aussucht
In welche Start-ups lohnt es sich wirklich zu investieren? KI könnte in Zukunft bei der Entscheidung helfen.
Foto: IMAGO/ZoonarAusgangssituation
Frankfurt.. Investitionen in Start-ups gehören weltweit zu den risikoreichsten Transaktionen überhaupt. Von zehn Deals wird oft nur einer ein echter Erfolg – so wie einst Google oder Facebook, die in ihrer frühen Jugend auch Geld von Wagnisfinanzierern erhalten hatten.
Die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT – hinter der die Industriellenfamilie Wallenberg steht – hofft, dass der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) die Erfolgsquote verbessern kann. Schon seit sechs Jahren greift EQT auf Künstliche Intelligenz (KI) zurück, um die aussichtsreichsten Jungunternehmen zu finden. Auch andere Investmentbanken und Wagniskapitalfirmen versuchen mithilfe von KI, die Treffsicherheit im Wagniskapitalgeschäft zu erhöhen.
Die Lösung
„Computer sehen Muster in den Daten, die das menschliche Gehirn nicht erkennt“, sagt Alexandra Lutz, die bei EQT das Projekt Motherbrain leitet. „Wir verbinden Künstliche Intelligenz, Big Data und Machine Learning, um beispielsweise Start-up-Investments mit großem Potenzial zu identifizieren. Weil wir das schon seit 2017 machen, glauben wir, dass wir einen Vorsprung haben gegenüber der Konkurrenz“, erläutert die Managerin im Gespräch mit dem Handelsblatt.