Unternehmensanleihen: Wo jetzt hohe Zinsen warten
Anleihen dieser Dax- und MDax-Konzerne waren in den vergangenen Wochen bei Privatanlegern am meisten gefragt.
Foto: HandelsblattFrankfurt. Lange Zeit fristeten sie bei Sparern ein Schattendasein, doch jetzt sind sie zurück im Fokus: Anleihen von Unternehmen. „Seit Januar spüren wir wieder reges Interesse von Privatanlegerinnen und Privatanlegern“, sagt Jens Furkert, Leiter des Anleihehandels der Börse Stuttgart.
Dafür gibt es einen guten Grund. Als Folge der Zinswende der Notenbanken bieten auch große Unternehmen zum Beispiel aus dem Dax wie etwa Bayer, Continental oder die Automobilholding Porsche für neue Anleihen jährliche Zinsen zwischen 4,0 und 4,5 Prozent. Der Autovermieter Sixt aus dem MDax lockt bei seiner jüngsten Anleihe sogar mit einem Zinskupon von 5,125 Prozent.
Diese Anleihen gehören zu den Zinspapieren, die in den vergangenen Wochen an der bei Privatanlegern beliebten Stuttgarter Börse am gefragtesten waren. Das Handelsblatt nimmt die Anleihen unter die Lupe und erklärt, was Anleger zu Unternehmensanleihen wissen müssen.
Auffällig ist: „Viele Privatanleger setzen auf bekannte Unternehmen, von denen sie meinen, dass sie substanziell gut dastehen“, erklärt Furkert. Doch das könne trügerisch sein, betont Martin Wilhelm, Gründer und Geschäftsführer des Asset-Managers und Vermögensverwalters Institut für Kapitalmarkt (IfK). Bekanntheit sei kein Garant für Solidität. „Auch Unternehmen wie Air Berlin, die Baumarktkette Praktiker oder in den USA der Autokonzern General Motors sind pleitegegangen, und Anleger verloren einen Großteil ihres Geldes.“