GEG: Diese Kosten kommen auf Eigentümer zu
Funktionierende Heizungen müssen nicht ausgetauscht werden, doch 2024 soll die Förderung deutlich ansteigen.
Foto: dpaBerlin. Mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), die erst nach der Sommerpause des Parlaments beschlossen werden soll, ändert sich das Heizen in Deutschland grundlegend. Wärmepumpen dürften zur neuen Standardheizung werden.
Welche Kosten kommen auf Immobilieneigentümerinnen und Immobilieneigentümer in den nächsten Jahren zu? Eine Orientierungshilfe anhand von drei Beispielfällen.
GEG Beispiel 1: Einfamilienhaus, 120 Quadratmeter, unsaniert
Das Öko-Zentrum NRW, ein Beratungsunternehmen mit Schwerpunkt auf ökologischem Bauen und Sanieren, kalkuliert zunächst mit 35.000 Euro für den Wechsel von einer Ölheizung zu einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Der Preis umfasst auch die Demontage der alten Heizung.
Doch das ist nur der einfachste Fall. Deutlich teurer wird es, wenn statt eines Öl- oder Gaskessels etwa eine Nachtspeicherheizung ersetzt werden muss und die Warmwasseraufbereitung dezentral mit Durchlauferhitzern erfolgt.
Dann müssen neue Heizkörper eingebaut und Rohre durchs ganze Haus gelegt werden. Auch das Wasserleitungssystem muss angepasst werden, weil Wasser künftig von der Wärmepumpe erwärmt wird. Das Öko-Zentrum rechnet in einem solchen Fall mit Gesamtkosten von rund 57.500 Euro.