Indexfonds: Warum der ETF-Markt weiter wachsen wird
Daten vom Aktienmarkt mit aufsteigendem Vektor: Immer mehr Investoren nutzen ETF, um Geld am Kapitalmarkt anzulegen.
Foto: E+/Getty ImagesFrankfurt. Sie sind Anlegers Liebling: Investoren stecken immer höhere Summen in über Börsen gehandelte, Indizes nachbildende Fonds, die sogenannten ETFs. Die Zehn-Billionen-Dollar-Marke ist wieder überwunden, ein neues Hoch bei den Kundenvermögen erreicht: Nachdem der weltweite Markt im vergangenen Jahr noch unter der schwachen Entwicklung des Aktien- und des Anleihemarkts gelitten hatte, markiert dieses Jahr laut dem britischen Beratungshaus ETFGI mit einem Investitionsvolumen von 10,32 Billionen Dollar weltweit in ETFs einen neuen Höchststand.
Doch der Rekordlauf ist nach Ansicht der Experten noch nicht zu Ende. Der Markt werde „deutlich weiterwachsen“, wie Kamil Kaczmarski, Partner bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman, sagt. In einer Studie, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, prognostiziert das Beratungsunternehmen für den Markt in Europa und die USA für die kommenden Jahre ein Wachstum von 13 bis 18 Prozent jährlich auf insgesamt 12 bis 16 Billionen Dollar.
Neue Treiber für das Wachstum
Zu zwei Dritteln dürfte der Zuwachs von neuem Kapital getragen werden, den Rest werden nach Einschätzung von Kaczmarski Kursgewinne ausmachen. Damit setzt sich der Siegeszug der preiswerten Fonds fort, die meist lediglich Indizes abbilden und daher kein aufwendiges, teures Management benötigen. Das Wachstum werde aber in den nächsten Jahren von neuen Treibern bewegt, glauben die Experten. So werden ETFs für immer speziellere Segmente und Themen eingesetzt – und zu einem wachsenden Anteil auch für aktiv gemanagte Fonds.