Start-up-Gründer Konstantin Mehl: „Ohne den US-Markt gäbe es uns nicht mehr!“
Der Mitgründer von Kaia Health.
Foto: HandelsblattKöln. Konstantin Mehl hat 2016 zusammen mit Manuel Thurner das Start-up Kaia Health gegründet, das heute mit einer Finanzierung von 123 Millionen US-Dollar zu den fünf wertvollsten deutschen Digital-Health-Start-ups gehört. Damals war Mehl 27 Jahre alt und hatte sein Liefer-Start-up Volo, das später unter den Namen Foodora bekannt wurde, bereits an Rocket Internet verkauft. Im Interview erzählt er, warum die frühe Eröffnung des New Yorker Büros bei Kaia die richtige Entscheidung war.
Herr Mehl, wie kam es zur Gründung von Kaia Health?
Konstantin Mehl: Ich habe in den USA studiert und hatte Rückenschmerzen. Damals habe ich im App-Store nur die Ratiopharm-Rücken-App gefunden. Die US-Ärzte haben mir eine Rückenoperation oder Medikamente empfohlen. Ich habe mich für eine Schmerz-Reha entschieden – vier Wochen in Vollzeit und ganz ohne Medikamente. Es hat 60.000 US-Dollar gekostet, die Rücken-OP hätte 200.000 US-Dollar gekostet. Mit diesen Zahlen konnte ich nicht nur meine Versicherung für eine Kostenübernahme überzeugen, sie haben mich auch auf die Idee für Kaia Health gebracht.