Gasspeicher: Ist die Gasversorgung für den nächsten Winter gesichert?
Die deutschen Gasspeicher sind gut gefüllt.
Foto: dpaBerlin. Drohender Gasmangel, niedrige Speicherstände und Rekordpreise: 2022 war geprägt vom Energieschock. Davon ist derzeit nichts mehr zu spüren. Aber Hausbesitzer, Mieter und Unternehmen fragen sich: Wie hoch wird die Rechnung im kommenden Winter ausfallen?
Das Handelsblatt hat mit Energie-Experten über die Gas-Versorgungslage gesprochen. Die meisten sind zuversichtlich. Vorbehaltlose Entwarnung gibt aber niemand.
Jörg Selbach-Röntgen, Chef des Energiehändlers MET Germany, sieht das ähnlich. „Schon eine kleine Unwucht im System, etwa ein unvorhergesehener Ausfall von Infrastruktur, kann deutlich spürbare Preisausschläge zur Folge haben“, sagt er.
Es kommt also nicht allein auf hohe Füllstände an. Ein Blick auf die Gasversorgung im kommenden Winter zeigt, an welchen Stellen sich die Lage nachhaltig entspannt hat und wo es Risiken gibt.
Gasversorgung: Die Gasspeicher für den Winter sind gut gefüllt
Im Gegensatz zum vergangenen Jahr sind die Gasspeicher wieder gut gefüllt. Der Speicherstand liegt aktuell nach Daten der Bundesnetzagentur bei 89 Prozent. Damit ist der Speicherstand den gesetzlichen Vorgaben weit voraus.