Künstliche Intelligenz: Das ist der Plan der ehemaligen KI-Chefin von SAP
Sie war KI-Chefin bei SAP, jetzt hat sie das Start-up Nyonic gegründet.
Foto: NyonicDüsseldorf. Früher als geplant ist Feiyu Xu bei SAP ausgestiegen. Die frühere KI-Chefin des Dax-Konzerns will sich so schnell wie möglich auf ihr Start-up konzentrieren. Es geht um eins der derzeit heißesten Geschäftsmodelle in der Start-up- und KI-Szene: KI-Modelle für Unternehmen.
Die Nutzungsmöglichkeiten solcher Modelle reicht aber noch viel weiter. Sogenannte „General Purpose Large Language Models“ könnten auch Designsprachen lernen, Computercode oder 3D-Modelle entwerfen, sagt Feiyu Xu in ihrem ersten Mediengespräch, nachdem sie SAP verlassen hat. Sie ist sich sicher: „In drei Jahren muss jede Firma ein eigenes KI-Modell haben.“
Fast 20 Jahre lang hat die promovierte Computerlinguistin am DFKI geforscht, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Dann hat sie KI-Strategien für große Unternehmen entwickelt – erst für den PC-Marktführer Lenovo, zuletzt für SAP. Ende Juli hat das Unternehmen sie ziehen lassen. Bei dem Dax-Konzern war sie für die KI-Strategie in fast allen Bereichen zuständig: Technologie, Engineering, Datenstrategie, Produkte, Marketing, Preissetzung, Personal.