Banken: Deutsche Bank zeigt Interesse am Neobroker Scalable
Das Institut arbeitet seit Längerem an einem digitalen, App-basierten Angebot für Kunden mit Anlagebedarf, das 2024 starten soll. Nun zeigt es Interesse am Neobroker Scalable.
Foto: dpaFrankfurt. Die Deutsche Bank zeigt Interesse am Münchener Neobroker Scalable Capital. Das erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Demnach gab es bereits Kontakt zwischen dem größten deutschen Kreditinstitut und Scalable-Eigentümern. Die Bank prüfe, ob Scalable für die Strategie des Instituts interessant sein könnte – ob als Beteiligungsziel, als Kooperationspartner oder auch gar nicht. Die Gespräche befinden sich den Insidern zufolge noch in einem frühen Stadium.
Zu den Scalable-Investoren zählen unter anderem der US-Vermögensverwalter Blackrock und der chinesische Technologiekonzern Tencent. Die Deutsche Bank wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Eine Scalable-Sprecherin teilte mit, dass das Unternehmen Gerüchte nicht kommentiere.
Scalable könnte für die Privatkundensparte der Deutschen Bank interessant sein: Das Institut arbeitet seit Längerem an einem digitalen, App-basierten Angebot für Kunden mit Anlagebedarf, das 2024 starten soll. „Dieses soll sich an Menschen richten, die ihr Vermögen professionell verwalten lassen wollen, Wertpapiere online handeln möchten und ihre Bankgeschäfte rein digital tätigen wollen“, hat Karl von Rohr, damals noch Privatkundenchef der Bank, vor einem Jahr im Handelsblatt angekündigt.