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InterviewDWS-Fondsmanager halten zehn Prozent Kursgewinne für möglich

Die Manager des bekannten Fonds „Concept Kaldemorgen“ der DWS über die Stärke der Tech-Werte, neue Chancen in Japan und ihre Absicherung gegen vorübergehende Kursrückschläge.Anke Rezmer 06.09.2023 - 15:55 Uhr Artikel anhören

Fondsmanager Klaus Kaldemorgen und sein Co-Manager Christoph Schmidt (r.).

Foto: Getty Images, Deutsche Bank

Frankfurt. Der prominente Fondsmanager Klaus Kaldemorgen fürchtet, dass die Unruhe an den Kapitalmärkten so schnell nicht verschwinden wird. Er und sein Co-Manager Christoph Schmidt halten eine deutliche Korrektur an den Aktienmärkten für möglich. Aber das würden die Experten als Kaufgelegenheit sehen, weil sie auf Sicht von zwölf Monaten Kursgewinne von um die zehn Prozent an den Börsen für möglich halten.

Die beiden DWS-Manager warnen davor, die Konjunkturrisiken, vor allem in Europa, zu unterschätzen und fürchten, dass China nicht mehr wie bisher die Weltkonjunktur antreiben kann. Auch bei der Inflation sehen Kaldemorgen und Schmidt Gefahren. Aus strukturellen Gründen werde die Teuerung nicht auf das Stabilitätsziel der Notenbanken sinken.

Im Interview erklären die Fondsmanager, mit welchem Inflationsniveau sie künftig rechnen, wie sie ihren Mischfonds nach Assetklassen und Regionen aufgestellt haben, warum sie vor allem Tech-Konzerne für unverzichtbar und welche Anleihen sie konkret gekauft haben.

Lesen Sie hier das gesamte Interview mit den DWS-Fondsmanagern:

Herr Kaldemorgen, Herr Schmidt, wie beurteilen Sie die aktuelle Lage an den Kapitalmärkten?
Klaus Kaldemorgen: Bis jetzt haben wir ein ordentliches Aktienjahr. Die Schwankungen an den Aktienmärkten sind niedrig, was dafür spricht, dass die Investoren relativ entspannt sind. Bemerkenswert ist, dass wir in diesem Jahr eine genau gegensätzliche Entwicklung im Vergleich zu 2022 erleben. Die Börse wurde vor einem Jahr beherrscht durch Zinsängste. Technologiewerte wurden abgestraft. Jetzt sinkt die Inflation, und die Investoren fürchten sich nicht mehr vor weiter steigenden Zinsen, weshalb sich Wachstumswerte deutlich erholt haben.

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