Spritpreise: Das sind die Folgen des russischen Exportverbots
Russland exportierte bis zum Verkaufsstopp etwa 700.000 Fässer Diesel pro Tag.
Foto: dpaFrankfurt. Autofahrer, die ihr Fahrzeug mit Diesel betanken, dürften derzeit unruhig schlafen: Der Dieselpreis ist in einem Monat um mehr als vier Prozent gestiegen. Und auch an den Zapfsäulen in Deutschland hat sich die Preissteigerung deutlich bemerkbar gemacht: Der durchschnittliche wöchentliche Dieselpreis liegt mittlerweile bei rund 185,6 Eurocent pro Liter und somit mehr als drei Prozent höher als noch vor rund einem Monat.
Besonders am vergangenen Donnerstag schoss der Dieselpreis weiter in die Höhe. Grund dafür war ein Dekret, das die russische Regierung veröffentlicht hat. Darin kündigte der Kreml an, Diesel- und Benzinexporte temporär zu verbieten. Mittlerweile hat sich der Preis zwar wieder auf dem Niveau von vor der Ankündigung eingependelt. Doch wann Russland seinen Exportstopp beendet, ist unklar.
Die wichtigsten Fragen:
1. Wieso verbietet Russland Dieselexporte?
Laut dem Dekret sind die Exporte gebannt worden, „um die Preise für Kraftstoffe auf dem Inlandsmarkt zu stabilisieren“. Zuletzt waren in einigen Regionen Russlands Benzin und Diesel knapp, besonders die Landwirtschaft im Süden des Landes war betroffen. Zudem haben die höheren Spritpreise die Inflation mitangeschoben, die im August von 4,3 auf 5,2 Prozent gestiegen ist.