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Meta ConnectWie Mark Zuckerberg das Metaversum retten will

Das Metaversum ist für den Facebook-Konzern bislang vor allem ein Verlustbringer. Auf der Meta Connect will Mark Zuckerberg die Wende einleiten.Stephan Scheuer 27.09.2023 - 13:38 Uhr Artikel anhören

Der Meta-Chef will mit neuen VR-Brillen die gewaltigen Verluste in der Produktentwicklung rechtfertigen.

Foto: © 2021 Bloomberg Finance LP

San Francisco. Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat bereits Milliarden in sein „Metaverse“ investiert. Dieses Metaversum, eine dreidimensionale digitale Welt, in der physische und digitale Interaktion möglich ist, ist die große Vision von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. So groß, dass er vor zwei Jahren seinen Konzern in Meta umgetauft hatte.

Doch trotz der großen Ankündigung und der Milliardeninvestitionen ist vom Metaversum wenig zu spüren. Bislang ist der Geschäftsbereich vor allem ein Verlustbringer. Allein im ersten Halbjahr 2023 summierten sich die Verluste der Sparte auf fast acht Milliarden Dollar.

Darum muss Zuckerberg am Mittwoch auf der Jahrespressekonferenz Meta Connect seines Unternehmens erklären, wie er die virtuelle Welt doch noch zum Erfolg machen will. Eine zentrale Rolle dürften dabei Künstliche Intelligenz (KI) und neue Hardware spielen.

Schon im Vorfeld der Konferenz hat Zuckerberg durchblicken lassen, welche Neuheiten zu erwarten sind: So soll unter anderem eine neue Version der Virtual-Reality(VR)-Brille Meta Quest vorgestellt werden. Die Meta Quest 3 dürfte kleiner ausfallen als das Vorgängermodell und dank neuer Chips des Zulieferers Qualcomm eine bessere Grafik haben. In den USA soll das Gerät 499 Dollar kosten. Der Preis für Deutschland ist noch nicht bekannt.

Im Metaversum spielen solche VR-Brillen, mit denen die Träger in virtuelle Welten eintreten können, eine zentrale Rolle. Je günstiger und leichter sie sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden sie nutzen.

Meta: VR-Brille Meta Quest Pro floppt

Zuckerberg will vor allem Firmenkunden vom Metaversum überzeugen. Sollten Unternehmen einen konkreten Anwendungsfall dafür haben, etwa wenn es Meetings effizienter macht, ist die Zahlungsbereitschaft größer als bei Endkunden, und durch die Zahl der Mitarbeiter ist auch der Absatz von Endgeräten höher.

VR-Brillen wie die Meta Quest Pro sollen ins Metaverse locken.

Foto: IMAGO/Cover-Images

Daher hatte Meta für Firmenkunden bereits im vergangenen Jahr eine neue Reihe von VR-Brillen auf den Markt gebracht. Die Meta Quest Pro sollte Unternehmen die Möglichkeit bieten, virtuelle Büros einzurichten. In den Werbevideos des Unternehmens saßen Angestellte mit Brille vor leeren Schreibtischen. Bildschirme sollen über die Brille nur virtuell dargestellt werden.

Doch nur ein Jahr nach dem Start ist ungewiss, welche Zukunft die Pro-Reihe hat. Denn in der Praxis offenbaren die Geräte einige Schwächen, wie auch ein Test des Handelsblatts zeigte. Beispielsweise war die Auflösung der virtuellen Brillen nicht groß genug, um die Schrift auf den dargestellten Bildschirmen zu entziffern.

Apple startet eigene VR-Brille und fordert Meta heraus

Und die Konkurrenz rüstet bereits auf: Mit Apple hat Meta einen mächtigen Gegenspieler. Apple-Chef Tim Cook hat im Juni eine VR-Brille im kalifornischen Cupertino vorgestellt – nur wenige Kilometer von der Facebook-Zentrale entfernt. Die Brille Vision Pro soll aber erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen.

Experten wie der Analyst Francisco Jeronimo vom Marktforscher IDC, der das Gerät schon testen konnte, berichteten von einer hervorragenden Grafikqualität. Apple könnte genau das anbieten, was Meta bislang fehlt: nahtloses Arbeiten an virtuellen Bildschirmen.

Zuckerberg setzt darum auf Künstliche Intelligenz, um Apple die Stirn zu bieten. Der Meta-Konzern forscht seit mehr als einer Dekade an der Technologie. Die Firma hat während der vergangenen Monate bereits mehrere KI-Modelle vorgestellt.

Nun dürfte Zuckerberg KI auch stärker in die Produkte seines Unternehmens integrieren. Gegenüber Analysten hat der Meta-Chef bereits angekündigt, dass Werbekunden Bilder und Werbetexte für Plattformen wie Facebook oder Instagram künftig per Künstlicher Intelligenz generieren lassen können.

Meta-Plattformen sollen eigene KI-Assistenten bekommen

Konzernplattformen wie Facebook und Instagram sollen zudem eigene KI-Assistenten „mit besonderer Persönlichkeit“ erhalten, berichtete das „Wall Street Journal“. Demnach soll eine dieser virtuellen Personen dem Roboter „Bender“ aus der Comicserie „Futurama“ nachempfunden sein. Ziel sei es, mehr jüngere Nutzerinnen und Nutzer an die Plattformen zu binden, berichtete das Blatt unter Berufung auf interne Firmendokumente.

Ob Zuckerberg auf der Meta-Connect-Konferenz den großen Wurf ankündigen wird, ist nicht klar. Laut Programm wird er wohl hauptsächlich über die Meta Quest 3 sprechen und damit wahrscheinlich weniger Wellen schlagen, als er es gerne hätte. Bei vielen der Agendapunkte geht es um Anwendungsfälle – sowohl der KI als auch der Plattform und der Technologie – und um neue Details. Aber der Konzern wirbt für die Connect vollmundig: „Hear how the metaverse is coming alive today.“ Also frei übersetzt: „Sei dabei, wenn das Metaverse lebendig wird.“

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Vielleicht hat Mark Zuckerberg doch noch Überraschungen eingeplant.

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