Elektroautobauer: Tesla-Absatz sinkt wegen gedrosselter Produktion
Das US-Unternehmen lieferte im dritten Quartal 435.059 Autos an seine Kunden aus, ein Minus von 6,7 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal.
Foto: dpaDamit blieb der Autobauer hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Diese hatten im Durchschnitt mit 454.100 Fahrzeugen gerechnet. Tesla hält weiter an seinem Ziel fest, in diesem Jahr 1,8 Millionen Fahrzeuge auszuliefern.
Tesla begründete die Produktionsdrosselung mit geplanten Werksschließungen. Die Fabriken in den USA, Deutschland und China werden demnach umgerüstet. Einigen Experten zufolge könnten die modernisierten Fabriken die Auslieferungen im vierten Quartal antreiben.
Tesla könnte sein Angebot etwa mit Modellen auffrischen, die in China besser mit den Angeboten des US-Konkurrenten Ford und dem chinesischen Elektroautobauer BYD konkurrieren können. Die Auslieferung des aktualisierten Model 3 soll in China und Europa im vierten Quartal beginnen. Auch für das Model Y wird eine Auffrischung erwartet.
Die Anleger an der Wall Street reagierten nachsichtig auf die schwächeren Auslieferungszahlen: Die Tesla-Aktie stieg am Montag um gut 0,5 Prozent.
Beobachter setzen auf die kommende Modellgeneration
Analyst Dan Ives vom Finanzhaus Wedbush kritisierte die „länger als erwarteten Ausfallzeiten“ der Fabriken in Shanghai und Austin. Die Marktschätzungen seien „deutlich enttäuscht“ worden, auch wenn für das vierte Quartal bessere Zahlen erwartet würden.
Um doch noch die geplante Jahresauslieferung von 1,8 Millionen Autos zu erreichen, sei ein starkes viertel Quartal erforderlich, so Ives. Laufe die Produktion des Cybertrucks nun endlich an und sei das aufgefrischte Model 3 in China ein Erfolg, ergebe das „Rückenwind für das nächste Jahr.“
Am 18. Oktober will Tesla seine Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Beobachter blicken mit Spannung unter anderem auf die Frage, ob der Streik bei Teslas US-Konkurrenten GM, Stellantis und Ford die Wettbewerbschancen des Elektroautopioniers verbessern könnte. Teslas US-Werke sind im Unterschied zu den Traditionsherstellern nicht gewerkschaftlich organisiert.
Auch könnte Tesla dann Neuigkeiten zum Aufbau des mexikanischen Werks mitteilen – und zu einem weiteren möglichen Standort in Asien.
Mit Material von Reuters.