Birkenstock-Aktien: Warum brauchen deutsche Anleger Geduld?
Birkenstock hat durch den Kinofilm „Barbie“ seinen Ruf als Kultmarke gefestigt.
Foto: ReutersNew York, Frankfurt. In diesem Monat geht Birkenstock in New York an die Börse. Die Erstnotiz (IPO) des deutschen Sandalen-Herstellers ist Finanzkreisen zufolge für den 11. Oktober geplant. Das Unternehmen aus Linz am Rhein bietet 32,3 Millionen Aktien zu einem Preis von je 44 bis 49 Dollar an. Bewertet würde Birkenstock dann mit bis zu 9,2 Milliarden Dollar.
Das Unternehmen versucht, eine Welle der Popularität zu nutzen, die unter anderem durch den Kinofilm „Barbie“ ausgelöst wurde. Die Hauptdarstellerin in dem Blockbuster, Margot Robbie, trägt dort zeitweise Birkenstock-Sandalen. Zuvor hatten bereits Influencer und Prominente wie Kristen Stewart und Kendall Jenner die Gesundheitsschuhe als Trendmodelle entdeckt.
Dementsprechend viele Privatanlegerinnen und -anleger interessieren sich für die Aktie, die unter dem Kürzel BIRK gehandelt werden soll. Im Börsenprospekt betont Birkenstock die eigenen Wachstumsperspektiven. Doch deutsche Anleger werden Geduld brauchen, wenn sie die Birkenstock-Aktie kaufen wollen.
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Bei den meisten Börsengängen in Europa erhalten Kleinanleger einen kleinen Anteil der Aktien zugeteilt – meist um die fünf Prozent, manchmal bis zu zehn Prozent. Beim Börsengang der Porsche AG im vergangenen Jahr gingen beispielsweise acht Prozent der ausgegebenen Aktien an Kleinanleger, bei Siemens Healthineers im Jahr 2018 waren es sogar zehn Prozent.