Kronzeugin beschuldigt FTX-Chef: „Er wies mich an, Straftaten zu begehen“
Zeugin Caroline Ellison sagt vor Gericht gegen ihren Ex-Freund Sam Bankman-Fried, den CEO von FTX, aus.
Foto: ReutersNew York. Caroline Ellison drängte sich schnell an den Kameras vorbei. Die Sonnenbrille und die blaue Baseballkappe verdeckten ihr Gesicht, als die 28-Jährige am Dienstag im New Yorker Gericht erschien. Sie ist die wichtigste Zeugin im Prozess gegen das einstige Krypto-Wunderkind Sam Bankman-Fried, dessen Kryptobörse FTX im November Insolvenz anmelden musste. Und sie erhob schwere Anschuldigungen gegen ihn.
Es geht um Geldwäsche und Betrug in Milliardenhöhe. Ellison hat nach eigenen Aussagen dabei eine wichtige Rolle gespielt. Sie war die Chefin des Hedgefonds Alameda, der ebenfalls von Bankman-Fried mitgegründet wurde und eng mit FTX verwoben gewesen sein soll. Auch Alameda wurde im November zahlungsunfähig.
Ellison und Bankman-Fried blicken auf eine komplexe Beziehung zurück. Sie waren zeitweise ein Paar, sollen am Ende jedoch praktisch nicht mehr miteinander gesprochen haben, wie Insider berichten.
Nun schieben sie sich vor Gericht gegenseitig die Schuld an der größten Pleite der Kryptobranche zu und hoffen, ihre drohenden Gefängnisstrafen möglichst gering zu halten.