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DigitalwährungBundesbank-Vorstand: Digitaler Euro kein staatlicher Ersatz für Bitcoin

Kryptowährungen seien ein Spekulations- und kein Zahlungsmittel, sagt Burkhard Balz. Mit dem digitalen Euro sieht er Europa gerüstet für die technische Optionen der Zukunft. 19.10.2023 - 09:16 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Kryptowährungen sind inzwischen etabliert. Eine Währung seien sie aber nicht, so der Bundesbankvorstand.

Foto: IMAGO/Nedrofly Stock

Berlin. Die Bundesbank sieht im geplanten digitalen Euro kein Gegenstück zum Bitcoin oder anderen Kryptowährungen. „Bitcoin ist ein Spekulationsobjekt, keine Währung“, sagte Vorstandsmitglied Burkhard Balz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Für den Massenzahlungsverkehr ist Bitcoin völlig ungeeignet.“ Der digitale Euro sei kein staatlicher Ersatz dafür.

Der digitale Euro solle ausschließlich als Zahlungsmittel genutzt werden. „Allerdings ist der Hinweis auf Bitcoin in einem Punkt richtig: Auch wir wollen die Chancen des technischen Fortschritts im Zahlungsverkehr nutzen und in einer digitalen Zukunftswelt gewappnet sein für technologische Optionen, die wir teilweise heute noch gar nicht kennen“, sagte der Bundesbanker. Wichtigstes Ziel sei es, Lösungen zu finden, die im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger seien.

Die Europäische Zentralbank hatte am Mittwoch grünes Licht für die nächsten Schritte hin zu einem digitalen Euro gegeben. Dabei sollen das Regelwerk fertiggestellt und Anbieter für die Entwicklung von Plattform und Infrastruktur ausgewählt werden.

Starttermin in voraussichtlich fünf Jahren

Bis mit einem digitalen Euro bezahlt werden kann, wird es aus Sicht von Bundesbank-Präsident Joachim Nagel aber noch mehrere Jahre dauern. „Das ist ein großes IT-Projekt. Ich rechne damit, dass wir in zirka fünf Jahren mit dem digitalen Euro bezahlen werden“, sagte Nagel am Donnerstagmorgen im „Deutschlandfunk“. Diese Vorbereitungsphase wird am 1. November beginnen und ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

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