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Autonomes FahrenKalifornien untersagt Robotaxis von Cruise in San Francisco

Die GM-Tochter Cruise muss mit sofortiger Wirkung ihren Robotaxi-Dienst einstellen. Die Verkehrsbehörde hält die Fahrzeuge für nicht sicher genug.Stephan Scheuer 24.10.2023 - 21:06 Uhr Artikel anhören

Ein fahrerloses Auto der Robotaxi-Firma Cruise fährt im August durch die Straßen von San Francisco. Damit ist es vorerst vorbei.

Foto: dpa

San Francisco. Kalifornien hat einen sofortigen Stopp für den Robotaxidienst der Firma Cruise in San Francisco ausgesprochen. Die Fahrzeuge des Unternehmens seien nicht sicher genug für den Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr, teilte die Verkehrsbehörde gegenüber dem Handelsblatt am Dienstag mit. Die für den Betrieb des Taxidienstes notwendige Erlaubnis sei mit sofortiger Wirkung entzogen.

Die Behörde erhob zahlreiche Vorwürfe gegen das Unternehmen: „Der Hersteller hat falsche Angaben über die Sicherheit der autonomen Technologie seiner Fahrzeuge gemacht“, hieß es in dem Statement. Um welche Falschangaben es genau gehe, ließ die Behörde jedoch offen.

„Aufgrund der Leistung der Fahrzeuge stellt das Ministerium fest, dass die Fahrzeuge des Herstellers nicht sicher für den öffentlichen Betrieb sind“, hieß es weiter. Das Verbot für den Robotaxidienst werde ohne Endzeitpunkt ausgesprochen. Cruise seien vorab Schritte zur Verbesserung mitgeteilt worden. Würden diese erfüllt, könnte der Robotaxidienst wieder starten. Eine Rückmeldung von Cruise stand zunächst aus.

Cruise ist eine Robotaxifirma, die zum US-Autobauer GM gehört. Cruise hatte erst im August zusammen mit der Google-Tochterfirma Waymo die Erlaubnis für einen Robotaxidienst in San Francisco rund um die Uhr bekommen.

Kurz darauf war es zu mehreren Unfällen mit Cruise-Fahrzeugen gekommen. Eine Woche nach der Freigabe hatte die Verkehrsbehörde eine intensive Prüfung angekündigt und Cruise verpflichtet, die Taxiflotte in der Stadt zu halbieren.

Waymo darf Dienst weiter anbieten

Das Fahrverbot durch die Verkehrsbehörde bedeutet, dass Cruise seine Robotaxis nicht ohne einen menschlichen Fahrer einsetzen darf, weder kostenlos noch bei bezahlten Fahrten. Das Unternehmen darf seine Technologie aber weiterhin mit einem Sicherheitsfahrer testen. Waymo darf unterdessen seinen Dienst weiter anbieten.

Vorige Woche kündigten die Bundesbehörden für Autosicherheit an, dass sie wegen Unfällen mit Passanten gegen Cruise ermitteln würden. Die Untersuchung, die von der National Highway Traffic Safety Administration geleitet wird, listete fast 600 Unfälle auf, in denen Cruise-Fahrzeuge während der vergangenen Monate involviert waren.

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Anfang Oktober war bei einem Unfall eine Frau unter ein Cruise-Fahrzeug geraten. Die Feuerwehr musste anrücken, um die Frau unter dem Auto zu befreien. Die Hintergründe sind bis heute nicht klar. Cruise teilte damals mit, die Frau sei zuerst von einem anderen Fahrzeug angefahren und vor das Cruise-Fahrzeug geschleudert worden.

Feuerwehrleute mussten in San Francisco Anfang Oktober eine Passantin befreien, die unter ein Cruise-Fahrzeug geraten war.

Foto: via REUTERS
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San Francisco ist eine Pilotregion für den Einsatz von Robotaxis. Fast ein Dutzend Unternehmen testet seine Fahrzeuge in dem Gebiet rund um die Stadt. Cruise und Waymo waren die ersten Firmen, die zudem die Lizenz für einen kommerziellen Taxidienst erhalten haben.

General Motors hat das Start-up Cruise Automation im Jahr 2016 für eine Milliarde Dollar übernommen. Viele Unternehmen haben seitdem ihre Ambitionen in Bezug auf fahrerlose Autos zurückgeschraubt oder aufgegeben. Die Fahrdienstleister Uber und Lyft haben in den vergangenen Jahren ihre Einheiten für autonomes Fahren verkauft.

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