Sportwagen: Im Taycan-Dilemma: Porsche kommt bei Elektroauto-Verkäufen kaum voran
Die Auslieferungszahlen steigen im Vergleich zum Vorjahr aber nicht in dem Maße, wie sich das Porsche wünscht.
Foto: Porsche AGDüsseldorf. Es sind erst einmal gute Nachrichten, die Porsche am Mittwochmorgen seinen Aktionären präsentierte. Dank hoher Nachfrage hat der Sportwagenbauer bis Ende September ein robustes Wachstum verzeichnet. Der Gewinn legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent zu – auf 5,5 Milliarden Euro. Auch beim Umsatz gab es ein Plus von 12,6 Prozent auf 30,1 Milliarden Euro.
Mit einer Durchschnittsmarge von 18,3 Prozent ist Porsche damit weiter unangefochtener Ertragsbringer im VW-Konzern. „Unsere Fahrzeuge sind über alle Baureihen hinweg stark nachgefragt“, erklärt Porsche-Chef Oliver Blume, der auch den VW-Konzern führt. „Exklusivität und Individualisierung“ der teuren Sportwagen würden stetig zunehmen, lobt sich Blume.
In den ersten neun Monaten des Jahres hat der Sportwagenbauer mit 243.000 Fahrzeugen etwa 9,6 Prozent mehr Autos verkauft als noch im Vorjahreszeitraum. Ein Blick hinter die Zahlen zeigt allerdings: Im Zukunftsfeld Elektromobilität kommen die Zuffenhausener kaum voran.
Porsche liegt hinter selbst gesteckter Elektroauto-Quote zurück
Sichtbar wird das beim Elektro-Anteil unter den Kundenauslieferungen. Dieser liegt nach neun Monaten bei 11,6 Prozent. Zum Vergleich: Zwischen Januar und September 2022 lag der Wert bei 11,4 Prozent. Porsches Elektrowende stockt also.