Looping Group: Werbeagentur von Ex-„Stern“-Chefredakteur ist insolvent
Der frühere „Stern“-Chefredakteur Dominik Wichmann ist vor einigen Jahren in die Werbebranche gewechselt.
Foto: FKPHDüsseldorf. Vor Kurzem ein Rekordumsatz, jetzt die Insolvenz. Die Werbeagentur Looping Group aus München hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht München gestellt. Der Insolvenzantrag liegt dem Handelsblatt vor. Die Geschäftsführer Dominik Wichmann (ehemals Chefredakteur von „Stern“ und „SZ-Magazin“) und Robin Houcken nennen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit als Gründe für die Insolvenz.
Etwa 5,4 Millionen Euro Schulden belasten die Looping-Muttergesellschaft Olando GmbH. Wichmann und seine drei Mitstreiter hatten unter dem Mantel dieser Firma Werbeaktivitäten der Looping Group gebündelt. Andere Unternehmen aus dem Geflecht von Wichmann und Houcken können ihre Rechnungen weiterhin begleichen – nur die Olando ist von der Pleite betroffen.
Der Grund für die Misere? Aus Sicht der Geschäftsführung Loopings sei die Werbeagentur des ehemaligen Journalisten Wichmann einer Intrige innerhalb der Werbebranche zum Opfer gefallen. Ein „perfides Spiel“ von Geschäftspartnern habe die wirtschaftliche Existenz der Looping Group vernichtet.
144 Mitarbeiter müssen jetzt laut Insolvenzantrag um ihren Arbeitsplatz bangen. Den 5,4 Millionen Euro Schulden stehen nur 24.000 Euro verfügbares Kapital gegenüber. Dabei hatte sich die Werbeagentur Wichmanns in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Im letzten publizierten Jahresabschluss bejubelte die Looping Group mit 22,7 Millionen Euro das „umsatzstärkste Jahr seit Gründung“ im Jahr 2016.