E-Commerce: Wackelndes Weihnachtsgeschäft befördert Geschäft von Frachtbörsen
Paketdienst im Weihnachtsgeschäft: Der Ausblick ist in diesem Jahr ungewiss.
Foto: dpaBerlin. Kommt dieses Jahr wieder eine Paketlawine wie im vergangenen Jahr, als DHL an manchen Adventstagen 77 Prozent mehr Sendungen zu bewältigen hatte als gewöhnlich? Oder doch ein Fortgang der E-Commerce-Flaute, die in den ersten neun Monaten dieses Jahres für schlechte Stimmung im deutschen Zustellmarkt sorgte?
Die enorme Unsicherheit in Deutschlands Fernabsatzgewerbe, das selbst zwei Monate vor Jahresende keine valide Prognose geben kann, verhilft nun einem Wirtschaftszweig zu unverhofftem Schub: den Online-Frachtbörsen, einer Domäne der deutschen Start-up-Szene. Bei ihnen suchen seit Kurzem gleich mehrere Paketdienste Hilfe, um möglichst beweglich auf Auftragsspitzen reagieren zu können. Und wohl mehr noch auf befürchtete Einbrüche.
Was den bislang meist wenig profitablen Jungunternehmen zugutekommt: Vielen Zustellfirmen geht es neuerdings um feste und langfristige Partnerschaften. Statt vereinzelter Zugriffe auf den Lkw-Spotmarkt sichern sich nun manche ihre Kooperation vertraglich ab – und gehen mitunter sogar Finanzbeteiligungen ein.