Anlagestrategie: Mit Uran-Aktien die Energienot lindern
Der Preis für Uran ist in diesem Jahr stark gestiegen. Experten halten bis 2025 noch einmal eine Verdopplung für möglich.
Foto: Bloomberg/Getty ImagesFrankfurt. Uran wird immer teurer. Seit Jahresbeginn stieg der Preis für den Energieträger um ein Viertel auf 74 Dollar je Pfund. In etwas mehr als drei Jahren hat er sich sogar verdreifacht. Als Treiber der wachsenden Urannachfrage gelten die allgemeine Energienot und der forcierte Ausbau klimaneutraler Stromerzeugung. Denn: Atomkraft arbeitet praktisch treibhausgasfrei.
Dabei ist die aus Uran gewonnene Atomenergie seit der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 insbesondere in westlichen Ländern umstritten – aus Sicherheitsgründen, aber auch wegen der hohen Kosten für die Entsorgung. Durch die Energieengpässe hat dennoch ein Umdenken eingesetzt: Die Nachfrage steigt, während das Angebot laut Experten auch in Zukunft knapp bleiben wird.
Entsprechend haben sich die Aktienkurse von Uran fördernden Minengesellschaften in diesem Jahr teilweise fast verdoppelt – und Analysten sehen noch weiteres Kurspotenzial. Das macht den Bereich für Anleger interessant. Allerdings gilt es, einige Risiken zu beachten.
Was Uran so besonders macht
Uran ist ein besonderer Rohstoff. Er ist gefährlich, kann zur Waffenherstellung verwendet werden, aber eben auch zur Stromgewinnung. Nachfrager sind vor allem die Kraftwerke betreibenden Versorger, außerdem Rohstoffhändler, Hedgefonds und Investmentbanken. Das Angebot stammt aus wenigen Minen, die vor allem in Zentralasien, Nordamerika und Australien angesiedelt sind.