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KonjunkturUS-Industrie mit überraschend deutlichem Auftragsminus

Die Bestellungen für langlebige Güter sind im Oktober überraschend kräftig um mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Experten hatten mit einem deutlich geringeren Rückgang gerechnet. 22.11.2023 - 15:39 Uhr Artikel anhören

Die US-Industrie verzeichnet ein deutliches Auftragsminus.

Foto: dpa

Washington. Die US-Industrie hat im Oktober ein deutliches Auftragsminus eingefahren. Die Bestellungen für langlebige Güter wie Flugzeuge und Maschinen sanken überraschend kräftig um 5,4 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte.

Von Reuters befragte Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang um 3,1 Prozent gerechnet, nachdem es im September ein Plus von revidiert 4,0 Prozent gegeben hatte. Ohne den Verkehrssektor stagnierten die Aufträge im Oktober, nach revidiert plus 0,2 Prozent im September. Experten hatten hier ein Plus von 0,1 Prozent erwartet.

Bei beiden Werten seien die Konsensschätzungen verfehlt worden und die vorangegangenen Zahlen nach unten revidiert worden, sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. „Mit einem Anstieg der Konjunktursorgen ist aber kaum zu rechnen, da die zeitgleich veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit einem Rückgang auf 209.000 positiv überrascht haben.“

Außerdem hatte der Inflationsdruck in den USA im Oktober spürbar nachgelassen. Die Teuerungsrate sank auf 3,2 von 3,7 Prozent im September. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will die Teuerungsrate auf die Zielmarke von zwei Prozent drücken und hielt nach einer Erhöhungsserie die Zinsen zuletzt auf zwei Sitzungen in Folge in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent stabil.

Auch aus den am Dienstag veröffentlichten Fed-Protokollen ging hervor, dass man nunmehr in einer Position sei, behutsam vorzugehen. An den Terminmärkten wird die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Erhöhung sehr gering eingeschätzt. Eine Lockerung wird von den Händlern bereits für Mai 2024 als wahrscheinlich erachtet und ist für Juni komplett eingepreist.

rtr
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