Elektromobilität: Nio und Geely kooperieren bei Batteriewechselstationen
Nio setzt als einer der wenigen Hersteller auf den Batteriewechsel als wichtige Energieoption für Elektrofahrzeuge.
Foto: BloombergPeking. Die beiden chinesischen Autobauer Nio und Geely Holding wollen bei Batteriewechselsystemen zusammenarbeiten. Sie wollten bei der Entwicklung von Standards, bei Technologie und Modellentwicklung kooperieren, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit. So sollten auch Fahrzeugmodelle mit austauschbaren Batterien entwickelt werden, die für die Tauschsysteme beider Firmen kompatibel seien.
Statt ein Elektroauto aufzuladen, wird bei den Wechselsystemen an Stationen die leere Batterie durch eine voll aufgeladene ausgetauscht. Das kann zwar die Belastung der Stromnetze zu Spitzenzeiten entzerren, allerdings sehen Experten das Problem, dass die Batterien für den Erfolg solcher Wechselsysteme stärker standardisiert werden müssten.
Nio plant, die Gesamtzahl solcher Stationen in China in diesem Jahr nahezu zu verdoppeln. Die Firma ist einer der wenigen E-Autohersteller, der auf den Batteriewechsel als wichtige Energieoption für Elektrofahrzeuge setzt. Die Firma hat bereits im vergangenen Jahr mit dem Karlsruher Energiekonzern EnBW eine Partnerschaft geschlossen und zuletzt mit Changan Automobile.
Der Geely-Konzern, zu dessen Marken unter anderem Volvo gehört, hatte 2021 angekündigt, bis 2025 weltweit 5000 Batteriewechselstationen einzurichten.