Balkonkraftwerk: So viel bringen die Mini-Solaranlagen wirklich
Immer mehr Haushalte erzeugen ihren Strom selbst.
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Foto: HandelsblattSeit ein paar Wochen ist der Anschluss von Balkonkraftwerken im eigenen Haushalt so einfach wie noch nie. Mit dem Solarpaket 1 hat die Bundesregierung einige Änderungen beschlossen. Sogar die Anmeldung beim Netzbetreiber fällt in Zukunft weg. Das dürfte den Boom der Mini-Solaranlagen weiter vorantreiben.
Seit der Energiepreiskrise installieren immer mehr Menschen hierzulande eine Stecker-Solaranlage. Inzwischen sind laut dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur mehr als 400.000 der mobilen Solarzellen in Betrieb. Kein Wunder: Die Anlagen sind nicht allzu groß, bezahlbar und versprechen einen reellen Einspareffekt.
Dabei gilt es allerdings auf ein paar Dinge zu achten. Ob sich das System lohnt, hängt laut Verbraucherzentrale unter anderem vom Anschaffungs- und Strompreis ab, aber auch davon, ob das Modul möglichst lange und viel Sonne bekommt. „Grundsätzlich sind die Preise für Balkonkraftwerke aber in den letzten Monaten deutlich gefallen“, sagt Stefan Hoffmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Deswegen rechne sich eine Anlage auch bei niedrigeren Strompreisen.
Zwar sind die Preise für Strom nach der Energiekrise in den vergangenen Monaten wieder deutlich gesunken, bleiben aber auf einem vergleichsweise hohen Niveau, so Hoffmann. Die Mini-Solaranlagen erfreuen sich deswegen auch weiterhin großer Beliebtheit. Das liegt wohl auch daran, dass die Kleinkraftwerke mittlerweile schon ab ein paar Hundert Euro in jedem Discounter zu haben sind.