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FührungswechselNeuer Chef für Heidelberger Druck

Die Nachfrage nach Druckmaschinen nimmt seit Jahren ab und zieht die Hersteller in Mitleidenschaft. Unter der Branchenkrise leidet auch Marktführer Heidelberger Druck. Der Vorstandschef wird nach 13 Jahren abgelöst. 19.07.2012 - 19:57 Uhr Artikel anhören

Der designierte Vorstandsvorsitzende der Heidelberg Druckmaschinen AG, Gerold Linzbach.

Foto: dapd

Heidelberg. Der weltgrößte Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck bekommt einen neuen Chef. Der frühere Chef des Duft- und Aromenherstellers Symrise, Gerold Linzbach, werde zum 1. September Bernhard Schreier an der Firmenspitze ablösen, teilte das angeschlagene Unternehmen am Donnerstag mit. Schreier werde den Übergang bis zum Jahresende begleiten und dann das Unternehmen verlassen. Der 56-jährige Diplom-Chemiker Linzbach hatte Symrise 2006 an die Börse gebracht.

Schreier, dessen Vertrag eigentlich bis Mitte kommenden Jahres läuft, gibt den Vorsitz damit nach knapp 13 Jahren ab. Der Aufsichtsrat erklärte, nun sei der richtigen Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen, nachdem in den vergangenen Monaten strategische Weichenstellungen eingeleitet worden seien und die Branchenmesse drupa im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 zum höchsten Quartalsauftragseingang seit vier Jahren geführt habe. Schreiers Vorgänger in Heidelberg war der spätere Bahn - und jetzige Air-Berlin -Chef Hartmut Mehdorn.

Linzbach steht vor der Aufgabe, das Unternehmen nach vier Jahren mit Verlusten wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Heidelberger Druck leidet wie seine Konkurrenten darunter, dass die Zahl der Druckereien in den Industrieländern sinkt und die Kunden in den Schwellenländern Maschinen zu günstigeren Preisen verlangen. Zudem geben die Druckereien immer weniger Geld für neue Anlagen aus.

Heidelberger Druck hat deswegen bereits zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut. Im abgelaufenen Quartal stiegen die Verluste dennoch deutlich: Von April bis Juni stand beim Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen nach vorläufigen Zahlen ein Verlust von rund 58 (Vorjahr minus 25) Millionen Euro. Der Umsatz fiel im ersten Geschäftsquartal auf rund 520 (Vorjahr 544) Millionen Euro.

rtr
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