Drei Strategien, drei Depots: Europäische Aktien sind eine gute Anlage
Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.
Foto: Pablo Castagnola [M]Mit dem Kauf von zwei unterschiedlichen Bonuszertifikaten auf den Dax habe ich wie angekündigt ein neues Basisinvestment innerhalb meines Depots getätigt. Das besteht aus einem Bonusprodukt (WKN: UA5CA6) , das von steigenden Dax-Kursen profitiert, und einem Reverse Bonuszertifikat (WKN: TB58QZ), das bei fallenden Dax-Notierungen steigt. Das hört sich widersprüchlich an. Doch das Ergebnis beider Produkte zusammengenommen ist: Solange während der gesamten Laufzeit bis Ende Juni 2014 der Dax innerhalb der Spanne von 7000 auf der Unterseite und 9900 Zählern auf der Oberseite bleibt, erziele ich eine Jahresrendite von rund 10,5 Prozent. Und ich kann jederzeit – auch bei einer Baisse – ohne nennenswerte Verluste aussteigen, da die Notierungen der beiden Produkte theoretisch konträr verlaufen.
In der Praxis ist das zwar ein wenig anders, weil die Kurse unter anderem auch von der erwarteten Schwankungsbreite (Volatilität) des Dax beeinflusst werden. Wichtig bei der Auswahl der Produkte ist, dass die jeweilige Laufzeit gleich ist und die Schwellen (fast) identisch sind. Und das Verhältnis muss stimmen. Der Nachteil: Falls es zu einer neuen Dax-Hausse kommt und der Dax schnell auf die Marke von 9900 Zählern zusteuert, muss ich mit leichtem Verlust verkaufen.