CO2-Footprint: Klimastrategien auf dem Prüfstand: Wie realistisch ist Net Zero?
Düsseldorf, Heilbronn. Das Pariser Klimaabkommen ist längst in den Vorstandsetagen angekommen: Immer mehr Unternehmen setzen sich eigene, ambitionierte Klimaziele. In diesem Zusammenhang ist oft von sogenannten Net-Zero-Strategien die Rede. Diese zielt darauf ab, die Treibhausgasemissionen auf ein Minimum zu reduzieren und unvermeidbare Restemissionen durch Kompensationsmaßnahmen wie Aufforstung oder CO2-Speicherung auszugleichen.
Dabei geht es nicht nur um die Reduktion des eigenen CO2-Fußabdrucks, sondern auch um den der vorgelagerten und nachgelagerten Lieferkette – von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling der Produkte. Dieser Anteil der Emissionen, der oft unter Scope 3 geführt wird, ist in der Regel deutlich höher als der direkte unternehmenseigene CO2-Ausstoß. „Bei uns entfallen auf Scope 3 tatsächlich 98 Prozent der Emissionen,“ erzählt Michael Löscher, Climate Strategy Lead bei der Schwarz Gruppe. „Nehmen wir den Käse im Supermarktregal. Das beginnt bei der Futterherstellung und beim Transport der Futtermittel für die Kühe. Die Kühe stehen im Stall und verdauen im Stall. Dabei entstehen auch klimaschädliche Gase,“ zählt er auf. „Dann wird der Käse produziert, verpackt, geht in die Filiale, wird vom Kunden dann wieder nach Hause transportiert. Er liegt im Kühlschrank und am Ende wird die Käseverpackung dann auch wieder dem Recycling zugeführt.“
Aber wie realistisch ist es wirklich, all diese Emissionen zu reduzieren? Und ist das überhaupt sinnvoll?
In der aktuellen Podcastfolge „So klingt Wirtschaft“ gibt uns Michael Löscher, Climate Strategy Lead bei der Schwarz Gruppe, spannende Einblicke in ihre Net-Zero-Strategie und zeigt, wie sie eines der größten Unternehmen Deutschlands diese Herausforderung angeht.
Wie berechnet man als Großunternehmen seinen Fußabdruck?
Welche Maßnahmen haben den größten Hebel für schnelle Erfolge?
Wie nimmt man auch die Konsumenten an die Hand, damit diese ihren Fußabdruck ebenfalls reduzieren?
Tauchen Sie ein in diese aufschlussreiche Diskussion und erfahren Sie, wie große Handelsunternehmen echten Klimaschutz betreiben.
