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Ultraschneller MobilfunkstandardCampusnetz: diese Vorteile hat ein eigenes 5G-Netz

Moderne Mobilfunkstandards ermöglichen lokal begrenzte Funknetze, die Firmen für spezifische Anwendungen nutzen können. Solche Campusnetze bieten neue Möglichkeiten für Vernetzungslösungen und die Digitalisierung.Matthias Rutkowski 12.07.2023 - 05:15 Uhr

Nikolaos Kalivianakis, Director B2B-Business Solutions bei Telefónica Deutschland, stellt aktuelle Use Cases für 5G für verschiedene Industrie- und Wirtschaftszweige vor.

Foto: Handelsblatt

Düsseldorf. Im österreichischen Pitten liegt das Werk der Prinzhorn Group, einer der führenden Papier- und Verpackungshersteller in Europa. Ein eigenes, lokal begrenztes und abgesichertes Funknetz auf Basis der ultraschnellen 5G-Technologie, ein sogenanntes Campusnetz, deckt das etwa 100.000 Quadratmeter große Gelände ab. Es beschleunigt die Informations-, Logistik und Produktionsprozesse – kabellos und in Echtzeit. Mit dem alten Mobilfunkstandard 4G/LTE war das nicht möglich. Die Geschwindigkeit war zu langsam und die Netzabdeckung nicht flächendeckend.

Im baden-württembergischen Sindelfingen setzt der Automobilhersteller Mercedes-Benz ebenfalls auf ein 5G-Campusnetz. Die Technologie ermöglicht eine digitale Fabrik nach dem Vorbild der Industrie 4.0 und Smartfactory. 5G sorgt hier für vernetzte Logistikprozesse, steigert die Effizienz und Genauigkeit in der Fertigung und erlaubt es, komplette neue Industrieanwendungen einzubinden.

Der ultraschnelle 5G-Mobilfunkstandard und eigene Campusnetze bringen Unternehmen viele Vorteile. Die ‘fünfte Generation Mobilfunkstandard‘ ist bis zu zehn Mal schneller als der bisherige LTE-4G-Standard. Konkret heißt das, dass bis zu 10 Gigabyte Datenmengen pro Sekunde übertragen werden können. Das macht Echtzeitvernetzung sowie eigene lokal begrenzte Netzwerke möglich. Anwendungsfälle, die vorher komplexe Kabelverbindungen brauchten, können nun drahtlos realisiert werden.

Und auch technisch ist einiges möglich – und einfacher. Solche Campusnetze können auf einem No-Code oder einem Low-Code-Ansatz basieren. Der Unterschied liegt darin, wie viele Entwicklungs- und Programmierkenntnisse die Anwender:innen benötigen. Low-Code erfordert einige grundlegende Programmierkenntnisse, während für No-Code-Projekte keinerlei Programmier-Knowhow notwendig ist.

Digitalisierung

Neuer Mobilfunkstandard: Was bringt 5G für die Industrie von morgen?

Durch diesen Ansatz können Unternehmen mit vergleichsweise geringem Kosten- und Entwicklungsaufwand ihre Geschäftstätigkeit beschleunigen und vernetzen, sagt Nikolaos Kalivianakis, Director B2B-Business Solutions beim Mobilfunkanbieter O2 Telefónica Deutschland. „Low-Code-No-Code zeigt, dass über standardisierte Schnittstellen, sogenannte API‘s, Unternehmen schneller und einfacher moderne 5G-Technologien in ihre bestehende IT-Architektur integrieren können.“

In dieser Folge ‘So klingt Wirtschaft – dem wöchentlichen Business-Talk der Handelsblatt Media Group Solutions‘ erklärt Nikolaos Kalivianakis von Telefónica Deutschland…

  • was ein sicheres 5G-Campusnetz ausmacht,
  • für welche Unternehmen und Branchen sich ein eigenes Campusnetz eignet,
  • wie Low-Code-No-Code in der Praxis funktioniert
  • und welche branchenspezifischen Anwendungsbeispiele es schon für Campusnetze gibt.

Dieser Podcast ist kein Produkt der Handelsblatt-Redaktion. Für den Inhalt sind die Interviewpartner*innen und die Handelsblatt Media Group Solutions verantwortlich.

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