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KunstmesseTefaf New York findet nur noch im Frühjahr statt

Der New Yorker Ableger der Maastrichter Tefaf hat eröffnet. Gleichzeitig wird bekannt, dass die zweite Ausgabe im Herbst entfallen soll.Barbara Kutscher 06.05.2022 - 09:46 Uhr Artikel anhören

Die Skulptur von 1996/97 gehört zu Muecks frühesten und wichtigsten Werken. Sie wird von Thaddaeus Ropac angeboten.

Foto: Thaddaeus Ropac

New York. Die beiden kommenden Wochen verlangen Marktteilnehmern in New York eine besonders robuste Kondition ab. Neben einem vollgepackten Auktionskalender werben sieben Messen, vor allem für junge und jüngste Kunst aus aller Welt, in selten gesehener Dichte um Aufmerksamkeit.

Da ist die Kunst- und Antiquitätenmesse Tefaf (The European Fine Art Foundation) in der Park Avenue Armory ein willkommener Ruhepol. Der erst im Herbst 2016 an den Start gegangene kleine Ableger der Maastrichter Spitzenmesse ist durch die Qualität des Angebots und das kenntnisreiche Publikum für Händler erste Wahl. Und auch Künstler finden eine Vertretung auf dieser Messe wichtig.

Noch bis zum Dienstag lässt sich wie gewohnt im Zeughaus auf der Upper Eastside unter moderner und zeitgenössischer Kunst, Juwelen, Antiken, etwas Stammeskunst sowie viel Design wählen. 91 internationale Tophändler sind in dem Gothic Revival Stil errichteten Gebäude vertreten.

Aber auch für die Tefaf New York hat sich seit Beginn der Pandemie einiges geändert. Sie reduzierte ihre Präsenz von zwei Veranstaltungen – „Tefaf Spring“ für Moderne und Zeitgenossen und „Tefaf Fall“ für historische Werke seit der Antike – auf eine Frühjahrsausgabe. Zu den Gründen wollte sich Chairman Hidde van Seggelen nicht äußern.

Einige Anbieter der Herbstausgabe wurden in das gegenwärtige Angebot integriert, darunter die Antikenhändler Ariadne (London) und Chenel (Paris). „Wir sorgen für Bodenhaftung und Kontext „, erklärt James Demirjian (Ariadne) schmunzelnd. Das Gros der Aussteller – 74 genau – begnügt sich mit relativ kleinen Ständen identischer Größe in der großen Exerzierhalle, „leicht zu bestücken und erfrischend demokratisch“, freut sich ein Händler.

Der Rest hat mehr Platz im ersten Stock in den holzgetäfelten Offiziersräumen. Aber der beschränkte Raum regte auch zu kreativen Lösungen an. Erstteilnehmer Patrick Seguin (Paris) etwa zeigt von Jean Prouvé und Charlotte Perriand entworfene ikonische Möbel aus dem Air France-Gebäude Maison Rouge (1952) in Brazzaville (Republik Kongo). Zerlegbare Stühle sind hier in ihren Modulen an die Wand geheftet.

Schauplatz der prestigeträchtigen Kunstmesse ist die Park Avenue Armory.

Foto: Tefaf New York

Den größten Raum nehmen wie immer Gemälde ein. Die Bandbreite ist groß. Sie reicht von Moderne (Landau Fine Art, Montreal) bis zu gerade Fertiggestelltem, wie etwa Kehinde Wiley bei Sean Kelly. Nur wenige Galerien zeigen Einzelpräsentationen. Besonders eindrucksvoll ist da Teresita Fernández' ortsspezifische Installation um ihre aktuellen Arbeiten bei Lehman Maupin.

Unter den 13 Neuzugängen ist die bereits 1970 gegründete Gallery Hyundai (Seoul) zu finden, die Vertreter der im Westen noch unbekannten koreanischen Avantgarde der 1960er und 70er-Jahre zeigt. Im kommenden Jahr soll sie in einer vom National Museum of Modern and Contemporary Art, Seoul, und dem Guggenheim Museum in New York organisierten Ausstellung breite Anerkennung erfahren.

Antiquitätenmesse

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Die Galerie Maggiore g.a.m. (Bologna) brachte Giorgio Morandis (1890-1964) delikate Stillleben und Landschaftsgemälde in einen Dialog mit den viel späteren monochromen Bildern von Ettore Spalletti (1940-2019). Er arbeitete in den Farbpaletten des Spätmittelalters und der Renaissance.

Keine leichte Kost sind Skulpturen von Ron Mueck bei Thaddaeus Ropac. „Dead Dad“ (1996-97) eines seiner frühesten und wichtigsten Werke wurde zuerst in der legendären Ausstellung „Sensation. Young British Artists“ im Jahr 1997 gezeigt (2,5 Millionen Dollar).

Einige auf Messen selten zu sehende New Yorker Galerien tragen hier ihre Anliegen vor: Blum & Poe macht mit acht Werken die neu übernommene Nachlassvertretung des Outsider-Künstlers Thornton Dial (1928-2016) bekannt, der mit gefundenen Materialien arbeitete.

Auch bei David Zwirner werden berühmte Autodidakten, Martin Ramirez und Bill Traylor, gezeigt. Hier sind sie Teil der seit 1980 breit angelegten, manchmal exzentrischen Sammlung des New Yorker Unternehmers Mickey Cartin. Ihn interessierte Albrecht Dürers Kupferstich „Der Heilige Eustachius“ (um 1501) ebenso wie Josef Albers“ „Study for Homage to the Square: Tundra, 1969“ oder ein Selbstporträt des dänischen Malers Peder Krøyer von 1888.

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