Nachbericht: Auktionshaus Nagel: Bietkampf um Löwen in Öl
Düsseldorf. Mehr als 200 Prozent des Schätzwertes haben Gemälde und Papierarbeiten des Berliner Tiermalers Wilhelm Kuhnert gebracht. Das Auktionshaus Nagel hatte am 8. Februar — wie immer — die Taxen für den Nachlass des Malers mit dem Spitznamen „Löwen-Kuhnert“ niedrig angesetzt und 570.000 Euro einnehmen können.
Teuer wurden allerdings mit 130.000 und 52.000 Euro inklusive Aufgeld nur zwei repräsentative Gemälde: ein Löwenpaar auf der Jagd und ein Wisent. Viel günstiger waren die Radierungen, die Kuhnerts immenses Talent zeigen, ein wildes Tier in seiner Bewegung und Umgebung zu charakterisieren. So wurde etwa ein auf den Betrachter zustürmender Elefant für 2200 Euro Hammerpreis zugeschlagen. Mit Aufgeld sind das 2820 Euro.
Ohne Nachfrage blieben zunächst Landschaftsstudien, Aktdarstellungen und Porträts. Sie sind jetzt im Nachverkauf abrufbar.
Ein Sonderkatalog mit Werken des berühmten Holzschneiders HAP Grieshaber steuerte mit 200 Positionen 160.000 Euro zum Umsatz bei. Einen dritten Schwerpunkt bildeten Silberobjekte aus der Kopenhagener Schmiede von Georg Jensen. Eingeliefert hatte sie der Hamburger Designer Peter Schmidt.
Insgesamt spielten Nagels Februarversteigerungen in Stuttgart nach Angaben des Hauses fast 2 Millionen Euro ein.
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