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NachkriegsmoderneGalerie Friese: Zwei Spielarten der Abstraktion

Aus den Nachlässen von Willi Baumeister und Karl Georg Pfahler präsentiert Klaus Gerrit Friese bedeutende Werke aus den 1950er-Jahren. Kleine Formate, große Entdeckungen.Susanne Schreiber 15.02.2024 - 14:41 Uhr

Düsseldorf. Beide Maler haben die Grenzen der Kunst in den 1950er-Jahren verschoben: Willi Baumeister und sein Schüler an der Stuttgarter Akademie, Georg Karl Pfahler. Das zeigt die Galerie Friese in Berlin mit einer fein austarierten Ausstellung zur Abstraktion mit überraschenden Werken aus beiden Nachlässen (bis 13.4.).

Baumeister lässt oftmals poetisch oder surreal das Unbekannte in der Kunst Gestalt werden. Ihm sind zahlreiche Museumsausstellungen gewidmet; Pfahler hingegen hatte fast 25 Jahre keine mehr. Beides hat Auswirkungen auf die Preise. Baumeister war lange unterbewertet. Doch seine Werke erreichen langsam Anschluss an internationales Niveau.

Bei Friese markiert das Gemälde „Schwarzer Fels, metaphysisch“ von 1955 mit 800.000 Euro brutto die Spitze. Die kraftvollen Form- und Farbblöcke von Pfahler hingegen liegen netto zwischen 70.000 und 130.000 Euro. Zunächst sind seine Konturen noch weich und verspielt; erst später wird Pfahler der „Meister der Hard Edge-Malerei in Europa“ wie Klaus Gerrit Friese schreibt.

Pfahler erobert mit der Skulptur auch den Raum, will Menschen verbinden, sie zur Begegnung miteinander anstiften. Ein Beispiel liefern die begehbaren Farbräume im Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig von 1970 und die sogenannten „Palaverhäuser“. Für die dreiteilige Skulptur „Farbraumobjekt 5“ von 1969 veranschlagt der Galerist 30.000 Euro plus Mehrwertsteuer. Er hat im Übrigen beste Verbindungen nach Stuttgart.

Pfahlers prägnante Vorzeichnungen sind zwar unverkäuflich. Aber in Verbindung mit den einnehmenden Gemälden in der Galerie rufen sie einen zu Unrecht lange übersehenen Künstler wieder ins Gedächtnis.

„Begegnung zweier Künstler in den 1950er-Jahren. Willi Baumeister & Georg Karl Pfahler“ bis 13. April 2024 in der Galerie Friese, Meierottostraße 1, 10719 Berlin, Mo bis Sa 11 bis 18 Uhr

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