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Rath checkt ein: Luxushotels Das sind die spannendsten neuen Luxus-Hotels

Die Hotels glänzen mit frischen Ideen, kreativer Gestaltung und außergewöhnlichem Luxus. Einige sind trotz Corona gut erreichbar.
03.01.2021 - 09:46 Uhr Kommentieren
Einige vielversprechende Neueröffnungen sollten Travel Aficionados im Blick haben. Quelle: imago/JOKER
Die Welt der Luxushotels

Einige vielversprechende Neueröffnungen sollten Travel Aficionados im Blick haben.

(Foto: imago/JOKER)

Jedes Jahr eröffnen unzählige neue Luxushotels auf der Welt – zumindest vor der Corona-Pandemie. Wirklich anders sind jedoch nur wenige neue Konzepte. Die folgenden drei Hotels glänzen mit frischen Ideen, kreativer Gestaltung und außergewöhnlichem Luxus innerhalb ihres Umfelds und gehören auf die To-do-Liste jedes Travel Aficionados. Am Ende des Artikels sind sieben weitere vielversprechende Neueröffnungen aufgelistet. Einige der Hotels sind trotz Reisewarnungen gut erreichbar, andere derzeit nur mit Quarantäneeinschränkungen.

Es Princep, Palma de Mallorca

Das Es Princep Hotel in Palma de Mallorca ist das neue Projekt der Familie Mairata. Das Hotel ist eine einzigartige Hommage an die Geografie, die Kultur, die Architektur, die kulinarischen Besonderheiten und den Lebensstil Mallorcas. Das ist auch der Grund, warum ich mich hier nicht nur auf der spektakulären Dachterrasse mit Blick aufs Mittelmeer schon so wohlfühle: Jedes Mal fühlt sich die Ankunft dort an, als ob ich nach Hause komme.

War die unmittelbare Konkurrenz, das Sant Francesc, ein Stadthotel im besten Sinne, nutzt das neue Es Princep seine wassernahe Lage ideal: Am Ende der alten Stadtmauer ruhig und doch sehr zugänglich gelegen, bietet das Fünf-Sterne-Haus 68 Zimmer und einen atemberaubenden Meerblick.

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    Am meisten beeindruckt hat mich die große Dachterrasse mit Pool und der Bar Almaq, wo sich die Meeresbrise ungestört genießen lässt. Mit ihrem Blick auf Mallorcas alten Hafen ist sie für mich eine der schönsten Dachterrassen der Welt. Die exklusive Cocô Spa Oasis mit regional abgestimmten Treatments und Produkten macht das Hotel zu einem Wellnesstempel direkt am Meer.

    Das Haus versteht sich als Hommage an die Hansestadt. Quelle: The Fontenay
    Pool-Bereich im The Fontenay

    Das Haus versteht sich als Hommage an die Hansestadt.

    (Foto: The Fontenay)

    Auch das exzellente, sehr originelle Food-&-Beverage-Konzept hebt sich von der umfangreichen Konkurrenz ab: Neben einem reichhaltigen Frühstück aus regionalen Produkten werden erschöpften Touristen im ursprünglich gehaltenen Mura nachmittags auch Canapés und andere stylishe Snacks serviert. Bei einem Testessen sorgte ich persönlich für einen Küchenengpass, so lecker waren die mediterranen Häppchen.

    Im anspruchsvollen Hausrestaurant Balaroja und im 1551 kommen Gourmets auf ihre Kosten – mit innovativen Gerichten, die mallorquinischen Klassikern eine moderne Note verleihen. In der Gremium Bar kredenzt der beste Barkeeper Mallorcas bildschöne Cocktails mit Suchtfaktor.

    Nicht zuletzt stellt auch die hauseigene Garage ein echtes Argument dar – in der Altstadt von Palma ein echter Luxus, wie ich bei meinen zahlreichen Aufenthalten auf der Insel immer wieder festgestellt habe.

    Neben den luxuriös-eleganten Zimmern in Stein, Holz und Leder – in Anlehnung an die typischen Landhäuser der Region – ist vor allem der Service im Es Princep von seltener Qualität: Herzliche, aufmerksame Mitarbeiter und eine große Liebe zum Detail sorgen für ein außergewöhnliches Gasterlebnis.

    The Fontenay, Hamburg

    Neues Produkt im Portfolio von „7 Pines Kempinski Hotels & Resorts“. Quelle: sevenpinesibiza/instagram
    7 Pines Resort auf Ibiza

    Neues Produkt im Portfolio von „7 Pines Kempinski Hotels & Resorts“.

    (Foto: sevenpinesibiza/instagram)

    Der Bezug zur Umgebung ist auch im neuen Fontenay in Hamburg stilgebend: Das Fünf-Sterne-Hotel versteht sich als Hommage an die Hansestadt – sowohl geografisch als auch kulturell. Die Liebe der Hamburger zum Wasser war der Ansatzpunkt des Konzepts.

    Viele der 130 Zimmer (darunter 14 Suiten) bieten einen direkten Blick auf die Alster. „Lakeside Luxury“ nennt Hotelier Thies Sponholz das Projekt in Harvestehude an der Außenalster. In unmittelbarer Nähe liegen unter anderem das Kongresszentrum Congress Hamburg, die Universität und die Kunsthalle.

    Das Gebäude zeichnet sich durch seine skulpturale Formgebung aus drei konzentrischen Kreisen aus. Die vollverglaste, geschwungene Fassade lässt viel Licht herein und verleiht dem Gebäude eine beinahe schwerelose Anmutung.

    Das Interior-Design verwebt hanseatische Elemente wie Eichenholz-Parkett, Rattan-Außenmöbel und ein gediegenes, pastelliges Farbschema aus Beige- und Aquatönen mit Fünf-Sterne-typisch wertigem, dezentem Designer-Mobiliar. Vorhänge, Licht, Klima und andere Einbauten werden über ein Touchpad gesteuert, die Technik ist up to date.

    Das Highlight ist die 200 Quadratmeter große Fontenay-Suite mit spektakulärem Panoramablick, einer voll ausgestatteten Küche, zwei Badezimmern und einem Gäste-WC, die der Fassade folgend halbrund angelegt ist. Die Zimmerpreise beginnen bei 320 Euro pro Nacht für ein Classic-Zimmer. Das ändert sich auch während der Pandemiezeit nicht. The Fontenay ist übrigens unter den „101 besten Hotels Deutschlands“. Welchen Platz es wohl ergattert hat?

    7 Pines Kempinski Resort, Ibiza

    Dieses Resort auf der Insel der Reichen und Schönen hat sich Nachhaltigkeit, Individualität und Privatsphäre auf die Fahne geschrieben. Zwischen einem großen Pinienhain und dem Meer gelegen, fällt der Blick aus den zahlreichen über das Gelände verteilten Villen auf die Felseninsel Es Vedrà, die sich vor der Südwestspitze Ibizas aus dem azurblauen Meer erhebt.

    Die Häuser mit jeweils vier Zimmern können für besonders viel Privatsphäre als Ganzes oder als Einzelsuiten mit ein bis zwei Schlafzimmern gebucht werden. Dieses Konzept macht das 7 Pines zu einem Resort ohne den typisch überfüllten, oft anstrengenden Resort-Faktor.

    Das Besondere an der Anlage ist die Landschaftsplanung im Stil eines ibizenkischen Dorfs – hier wohnt es sich so luxuriös wie in einem Fünf-Sterne-Hotel und gleichzeitig so idyllisch wie in einem isolierten Dorf. Die Suiten mit einer Größe von 48 bis 119 Quadratmetern bieten ein bis zwei Schlafzimmer. Die größten Suiten verfügen über einen eigenen Pool.

    Für das leibliche Wohl sorgen vielfältige Outlets: The View bietet europäische Küche mit koreanischen Einflüssen und auf Wunsch ein interaktives Kochkonzept mit modernster Technik und frischen Zutaten. Im Cone Club wird mediterrane Küche mit arabischen und asiatischen Einflüssen serviert – in der entspannten Atmosphäre eines Strandklubs.

    Die Pershing-Yacht-Terrasse ist eine besonders edel gestaltete Cocktailbar mit sehr gutem Ausblick. Die Lobbybar ist ganztägig geöffnet; hier gibt es Kaffeespezialitäten vom Barista, hausgemachte Croissants sowie Snacks und feine Gebäcke für den kleinen Hunger.

    Das Wellnessangebot ist ebenfalls reichhaltig: Eine 1500 Quadratmeter große Wellness- und Medical-Landschaft bietet moderne Technik und Behandlungen auf dem neuesten Stand. Außenwhirlpool, Dampfbad und verschiedene Saunen stehen allen Gästen zur Verfügung – ebenso wie zwei Außenpools, von denen einer ein Infinitypool ist.

    Eine Sport- und Fitnessanlage und zahlreiche Kurse wie Surfen, Tauchen, Segeln und Yoga ergänzen das Gesundheitsangebot. Auch darüber hinaus stehen im 7 Pines Kempinski alle Annehmlichkeiten eines Resorts wie Nachtklub, Minimarkt und Kinderbetreuung zur Verfügung.

    Der Flughafen Ibiza ist etwa 20 Kilometer entfernt, das Zentrum der Stadt Sant Josep de sa Talaia etwa sieben Kilometer. Tipp für Genießer: Auf Wunsch können Gästetransfers mit einer hauseigenen Jacht arrangiert werden – da beginnt der Luxusurlaub schon vor der Ankunft. Planen Sie dieses Resort im neuen Jahr ein, eine Reise ist es wert.

    Weitere interessante Neueröffnungen, die Sie nach Corona auf dem Radar haben sollten:

    Bulgari Hotel, Schanghai (Fashion trifft auf Luxushotel)

    Rosewood Baha Mar, Nassau, Bahamas (mit dem größten Casino der Karibik)

    The Times Square Edition, New York (Boutiquehotel am Times Square mit Restaurants und großem Biergarten)

    Mandarin Oriental, Doha (in Downtown Doha direkt am Strand gelegen und mit gleich neun Restaurants und Bars ausgestattet)

    Lutetia, Paris (Wiedereröffnung nach vier Jahren Renovierung, mit Jazzbar, Brasserie und Wellnesscenter)

    Zadun, Los Cabos/Mexico (Ritz-Carlton Reserve Hotel im Villenstil direkt an der dramatischen Küstenlinie, mit Wellnessfokus)

    The Dixon, London (Hotel der Autograph Collection mit zahlreichen Bezügen auf das reiche kulturelle Erbe des direkten Umfelds im Postleitzahlenbereich SE1)

    Über den Autor: Als früherer Grandhotelier und Betreiber einer Reiseplattform ist Carsten K. Rath Globetrotter von Berufs wegen. Sämtliche Hotels, über die er für das Handelsblatt schreibt, bereist er auf eigene Rechnung. Rath ist Ideengeber des neuen Rankings „Die 101 besten Hotels Deutschlands“, zu dessen Partnern auch das Handelsblatt gehört.

    Mehr: Raths Geheimtipps: Zehn Hotelrestaurants, die Sie kennen sollten

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