Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Belletristik Auszeit von der Pandemie: Sechs Roman-Empfehlungen für den Sommerurlaub

Die Corona-Pandemie verschnauft gerade. Tun Sie das doch auch – am besten mit einem guten Roman aus der Welt der Wirtschaft und Politik.
26.06.2021 - 11:00 Uhr Kommentieren
Zeit für eine Corona-Auszeit. Quelle: Chen Mizrach/Unsplash
Lektüre am Strand

Zeit für eine Corona-Auszeit.

(Foto: Chen Mizrach/Unsplash)

Düsseldorf Die Ferienzeit steht an, und die Inzidenzen erlauben – allen Delta-Sorgen zum Trotz – wieder vorsichtiges Reisen. Ob am Strand oder auf dem Balkon, Urlaubszeit ist Lesezeit. Zeit für einen guten Roman, oder zwei, oder drei. Doch welches Buch lohnt sich?

Das Handelsblatt stellt sechs spannende Titel vor, in denen sich die Autoren in die Welt von Wirtschaft oder Politik begeben haben.

1. Sozialkritik: Ein Kampf um Wohnen und Würde

Amelie Warlimont ist eine junge Mutter, die sich von ihrem Job als Reporterin innerlich bereits verabschiedet hat. Olli Leber ist Bauarbeiter. Gemeinsam mit seiner Mutter, die einen langen sozialen Abstieg hinter sich hat, lebt er in einer Berliner Sozialwohnung. Als die Wohnung verkauft werden soll, finden Amelie und Olli in der Sommerhitze der Stadt auf überraschende Weise zusammen – und schmieden einen gemeinsamen Plan zur Rettung der Immobilie.

Eva Ladipos Roman „Räuber“ handelt von zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Welten stammen: Amelie kommt aus der wohlhabenden Schicht, die sich Wohneigentum in Berlin noch leisten kann. Olli ist Teil jener Gruppe, die durch die Machenschaften des Immobilienkonzerns „Europäische Wohnen“ vertrieben werden soll.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Gekonnt stellt Ladipo so Verdränger und Verdrängte im Kampf um urbanen Wohnraum in direkten persönlichen Bezug zueinander und zeichnet einen direkten Zusammenhang zwischen vermeintlichen Einzelschicksalen und den abstrakten finanzpolitischen Entscheidungen früherer Regierungsparteien.

    Eva Ladipo: Räuber.
    Blessing
    München 2021
    544 Seiten
    24 Euro

    „Räuber“ gibt damit der Wohnungsnot in deutschen Städten ein Gesicht, zeigt Hintergründe auf, benennt Profiteure und Ausgegrenzte und beleuchtet jene Strukturen, die schon vor Jahrzehnten den Grundstein für die Sorgen und Nöte der Bewohner von heute legten.

    Darüber hinaus wird die aufgeladene Beziehung zwischen Amelie und Olli im Kampf um einen Funken Gerechtigkeit auf dem Wohnungsmarkt plötzlich zum Schauplatz grundlegender gesellschaftlicher Debatten: Wie weit darf Protest gehen? Wann heiligt der Zweck die Mittel? Unter welchen Umständen ist Gewalt gerechtfertigt, um ein politisches Ziel zu erreichen? Und was passiert, wenn dabei auch noch alle persönlichen Grenzen verschwimmen?

    Mit „Räuber“ legt Ladipo einen Gesellschaftsroman vor, der nicht nur durch starke Charaktere und die spannende Erzählung überzeugt − sondern vor allem durch politische Brisanz. Mareike Müller

    2. Nachkriegshoffnung: Besessen von der Unabhängigkeit

    Da stand sie nun, Ella Kargemann, voller Stolz auf ihrem „Platz“ und betrachtete das große, lackierte Holzschild, das an der Außenmauer zur Straße prangte. „E. Kargemann GmbH“ stand darauf. „Das mit der GmbH stimmte zwar nicht, hörte sich aber professionell an, wie Ella fand, und sollte ja auch irgendwann Wirklichkeit werden.“

    Ella ist die Protagonistin in Gerhard Dellings Romandebüt „Ella & Co. KG“. Eine starke Frau mit üppigen Kurven, großem Herz und noch größerem Willen. Besessen vom Gedanken der Unabhängigkeit von anderen, vor allem von Männern.

    Gerhard Delling: Ella & Co. KG. Der Familienroman aus den Wirtschaftswunderjahren.
    Langen Müller
    München 2021
    416 Seiten
    24 Euro

    Die Geschichte spielt in einer norddeutschen Kleinstadt kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ella hatte, kaum volljährig, ihre Eltern verloren, hatte ein Kind, um das sie sich kümmern musste, und kein Geld.

    Notgedrungen ging sie zunächst putzen. Eine Arbeit, für die sie sich schämte. Das, was ihr half, war das Zählen ihrer Einnahmen. „Dabei anonymisierte sie ihre ungeliebte Arbeit noch mehr, indem sie sich als Unternehmerin sah, die sich nur an den Zahlen orientierte und nicht daran, wie sie zustande kamen.“

    Dies sollte der Grundstein sein für ihre weitere Entwicklung. Es folgte eine eigene Konditorei, dann ihr Schrotthandel, die „E. Kargemann GmbH“, später „Kargemann & Sohn“. Das Unternehmen schweißte sie immer mehr mit ihrem Sohn Paul zusammen. Doch die Männer, auch Pauls Stiefvater Heinrich, stehen immer in Ellas Schatten. Sie ist die Starke, die mit den Ideen, mit der Kontrolle.

    Delling, ehemaliger Sportmoderator, nahm seine Großmutter als Vorbild für diese Geschichte. Er erzählt sie mit großer Liebe zum Detail. Aus dem Fernsehen eher für seine nüchterne norddeutsche Art bekannt, kann er sich hier ausgiebig darin verlieren, wie Ella etwa einen Biskuitteig herstellt, und präsentiert sich als Meister der Nebensätze. Ein einzelner Satz kann dann auch schon mal mehr als 100 Wörter lang sein.

    Der Lesbarkeit tut dies keinen Abbruch. „Ella“ ist eine packende Geschichte, eine eindrucksvolle deutsche Episode – und die Protagonistin ein großes Vorbild auch für die Frauen von heute. Claudia Panster

    3. Politfiktion: Die Möglichkeiten der Hillary Rodham

    Hätte, hätte, Fahrradkette … Das Gedankenspiel mit dem Wörtchen „wenn“ ist so verlockend, wie es ausufern kann. Es eröffnet alle Möglichkeiten, hebt alle Grenzen auf. Die US-Schriftstellerin Elizabeth Curtis Sittenfeld hat dieses Spiel perfektioniert und die Wirklichkeit ihrer – wohlbekannten – Protagonistin vollkommen auf den Kopf gestellt.

    Ihr Roman „Hillary“ basiert auf der Frage: Was wäre, wenn die junge Hillary Rodham einst „Nein“ gesagt hätte, als Bill Clinton sie heiraten wollte? Wie wäre das Leben dieser hochintelligenten, mit Haltung und Ambitionen gesegneten Frau dann verlaufen? Senatorin und Außenministerin war sie, bei der US-Wahl 2016 holte sie in der „Popular Vote“ die Mehrheit der Stimmen – aber was wäre noch drin gewesen, hätte sie gar die Welt verändert? Ohne zu viel zu verraten: Sittenfelds Geschichte verläuft anders.

    Curtis Sittenfeld: Hillary.
    Penguin
    München 2021
    512 Seiten
    24 Euro

    Die US-Schriftstellerin zeichnet das Bild einer ehrgeizigen, klugen und doch warmherzigen und loyalen Frau, zu deren Emanzipationsgeschichte es gehört, als Teenager zu hören, sie sei „zu rechthaberisch“ für ein Mädchen. Sittenfeld hat Clinton weder persönlich getroffen noch gesprochen, doch das Porträt ist stimmig, eingängig, erhellend.

    Dank der Ich-Perspektive blickt man von Seite eins an, mit den ersten Studienjahren dieser außergewöhnlichen jungen Frau Rodham, durch deren Augen auf die Welt – und damit auch auf den jungen Charmeur Bill, der sie umwirbt. Beide sind da schon in hohem Maße politisch engagiert in der Anti-Kriegs-Kampagne, werden bald, leidenschaftlich verliebt, das Traumpaar der 1970er-Jahre.

    Doch Sittenfelds Hillary, die alles gibt für ihren Lebenstraum, erkennt früh den Hallodri in Bill – und sagt im entscheidenden Moment Nein. Leser dürfen keine ausgegorene Korrektheit erwarten – die Gedanken, Träume, Beziehungskisten zwischen Hillary und Bill sind natürlich alles Fiktion. Und doch ist der Roman ein tief politisches Buch: über die erste Amerikanerin, die für eine der beiden großen Parteien für das US-Präsidentenamt antrat.

    Man würde gern wissen, ob Bill das Buch gelesen hat – und welchen Rat Hillary Clinton der jungen Rodham rückblickend gegeben hätte. Corinna Nohn

    4. Gesellschaftskrimi: Der Wert des Wassers

    Fünf Menschen ertrinken bei einem Bootsunglück im „Weißen Fluss“. Der Fallmeister, ein erfahrener Schleusenwärter, hätte ihren Tod verhindern können – verhindern müssen. Ein Jahr nach dem Unfall verschwindet er spurlos. Ist auch er im Fluss ertrunken? Hat er den Tod womöglich gesucht, weil er mit seinem Fehler, der Schuld nicht weiterleben konnte?

    Sein Sohn hegt Zweifel. Er glaubt nicht an ein Unglück, sondern vermutet Mord. Mord an seinem jähzornigen Vater, der mit ansehen musste, wie die neue Welt die alte, als deren unverzichtbarer Teil er sich fühlte, davonspülte. Die große Zeit der Schleusenwärter ist zu Ende. Der Sohn, Ich-Erzähler in Christoph Ransmayrs neuem Roman „Der Fallmeister“, macht sich auf die Suche nach dem verschwundenen Vater.

    Christoph Ransmayr: Der Fallmeister: Eine kurze Geschichte vom Töten.
    S. Fischer
    Frankfurt 2021
    224 Seiten
    22 Euro

    Sie führt ihn, von Beruf Hydrotechniker, an die entlegensten Orte der Welt; einer Welt, die bei Ransmayr zerfallen ist in Kleinstaaterei, in der eigene Interessen stets wichtiger als die der Gemeinschaft sind. Europa ist nichts weiter als eine spinnerte Idee vergangener Tage; die USA bestehen (noch) aus einer Handvoll Staaten. Eine Welt vereint im Streit um ihr (ökonomisch) kostbarstes Gut: Wasser. Nicht Gold. Nicht Öl. Nicht Bitcoin oder eine andere Kryptowährung.

    Ransmayr verwebt die Geschichte einer zerrütteten Familie mit der einer zerrütteten, vom Klimawandel bedrohten Welt. Er habe keine Dystopie geschrieben, sagte er in einem Interview, sondern das forterzählt, was längst da sei.

    Das klingt düster. Und es fordert die Leser. So viele Gedanken, Orte, Streitigkeiten, Probleme auf nur etwas mehr als 200 Seiten.

    Ransmayr wäre aber nicht Ransmayr, wenn seine Erzählkunst nicht auch die dunkelste Welt heller erscheinen ließe, zumindest ein wenig. Auch sein neuer Roman strotzt nur so vor Sätzen von zeitloser Schönheit. Dazu passt auch das Ende des Fallmeisters: überraschend – und doch irgendwie versöhnlich. Claudia Panster

    5. Politthriller: Provokanter Blick auf die Gesellschaft

    Sabah Hussein steht vor dem Ernst-Abbe-Gymnasium, ihrer alten Schule. Von dem bröckeligen, zugigen Gebäude ist nicht mehr viel übrig. Das Haus wurde umfassend renoviert, und die heute mit neuem Namen muslimisch geführte Präsident-Erdogan-Schule empfiehlt das Tragen eines Hijabs, hat die Geschlechtertrennung eingeführt und kann sich vor Zulauf kaum retten.

    Hussein schüttelt vor Ort Hände und lächelt für die Kameras. Es ist einer ihrer zahlreichen Wahlkampftermine, denn die Protagonistin im Roman von „Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber kandidiert als erste Muslimin für das Amt der Bundeskanzlerin.

    Constantin Schreiber: Die Kandidatin.
    Hoffmann und Campe
    Hamburg 2021
    208 Seiten
    22 Euro

    Der Autor blickt in „Die Kandidatin“ auf ein Deutschland Mitte des 21. Jahrhunderts. Das Land steht kurz vor einer Bundestagswahl, ist tief gespalten und Linke sowie Rechte reiben sich an der Kandidatin der Ökologischen Partei (ÖP) auf. Ihre Partei führte eine Diversitätsquote in allen Führungsebenen ein, 15 Prozent der Angestellten eines Unternehmens müssen homosexuell sein, es gibt eine Mindestquote für Hijab tragende Frauen, Bewerber sexueller Minderheiten dürfen nicht abgelehnt werden und Menschen ab 70 haben kein Wahlrecht mehr.

    Schreiber spitzt zu, was er aktuell beobachtet, und polarisiert bewusst. Damit löst der Nachrichtensprecher hitzige Diskussionen aus, die linksalternative „Taz“ sieht in dem Roman gar „ein politisches Hasspamphlet, das Angst vor Migranten schürt“. Doch das ist ebenso schwierig mit Schreiber in Verbindung zu bringen wie rechte Zustimmungstendenzen, gehören zu seiner Jobbeschreibung doch strikte Neutralität und Faktenorientierung.

    Umso provokanter wirkt deshalb nun sein Roman, in dem er ein Gedankenexperiment wagt. Was wäre, wenn es keine politische Mitte mehr gäbe? Wohin würde eine zunehmende Radikalisierung führen? Schreibers Antworten sind weitergesponnene Entwicklungen aus aktuellen Diskussionen rund um die Themen Identitätspolitik, Rassismus und Diversität.

    Damit spaltet er die Leserschaft wie die Gesellschaft seiner Geschichte. Es scheint lediglich zwei Extreme zu geben: Kritiker und Fürsprecher, die Mitte fehlt. Hannah Steinharter

    6. Urlaubslegenden: Jazz, Geld, Liebe – und ein Hotel

    Zwischen Menton und Marseille gibt es viele Gründe, über eine Küstenlandschaft zu schreiben, die auch deutsche Intellektuelle zur Frage treibt, warum es hier so „blau“ ist. „Côte d’Azur“ also, Mittelmeerregion der Reichen, Schönen, aber auch Demi-Mondänen, Kriminellen und Le-Pen-Freunde, wie Lutz Hachmeister schreibt.

    Oligarchen hätten den Platz eingenommen, den nach dem Ersten Weltkrieg US-Milliardäre innehatten. Personen wie Frank Jay Gould, Erbe eines Eisenbahn-Räuberbarons, der ein Örtchen am Pinienwald mit Geld bedachte: Juan-les-Pins.

    Lutz Hachmeister: Hôtel Provençal: Eine Geschichte der Côte d‘Azur.
    C. Bertelsmann
    München 2021
    240 Seiten
    22 Euro

    Sein 1927 eröffnetes Luxushotel „Le Provençal“ ist der Fixpunkt dieser beschwingten, profunden, anekdotischen Kulturgeschichte über Frankreichs Riviera. Der Medienwissenschaftler Hachmeister schreibt hier als Liebender, der seit Februar 1989 mehr als hundert Mal anreiste, auch für Besuche der Fernsehfestivals im nahen Cannes.

    Nirgendwo auf der Welt, würdigt er, würden Literatur, bildende Kunst und Film alle Eindrücke und Assoziationen derart überlagern – das sei eine „unmittelbar fiktionalisierte Wirklichkeit“.

    Eine „Côte“-Liebesschrift muss Namedropping vom Feinsten beinhalten, in Goulds Gefilde haben sich ja Charlie Chaplin und Muse Mitzi Müller, Lilian Harvey, Marlene Dietrich, Familie Kennedy oder Ernst Jünger verlustiert, der Goulds promiskuitiver (dritter) Ehefrau Florence nahekam. Der „Provençal“-Eigner war durch Syphilis geschwächt. Nach dem Tod der Gould-Tochter Dorothy fiel das Objekt in Spekulantenhände, seit 1977 steht es leer. „J-L-P“ ist heute Filmkulisse für tote Hotels.

    Was blieb: „All That Jazz“. Musik, die von US-Soldaten nach 1918 importiert wurde und sich hielt, von 1960 an mit einem Jazzfestival. Wenn dann, wie George Benson 2019, einer der großen alten Jungs spielt, tanzt zwar nicht die „Jeunesse doreé“ im Sand, sondern nur das gebräunte „Mittelalter“, aber im Hintergrund ist eine Ruine zu sehen, die so vieles verkörpert: Geschichte und Geschichten. Hier war mal das „Provençal“. Hans-Jürgen Jakobs

    Mehr: Acht Managementbücher, die auf Ihre Leseliste für diesen Sommer gehören

    Startseite
    Mehr zu: Belletristik - Auszeit von der Pandemie: Sechs Roman-Empfehlungen für den Sommerurlaub
    0 Kommentare zu "Belletristik: Auszeit von der Pandemie: Sechs Roman-Empfehlungen für den Sommerurlaub"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%