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Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2024Das sind die zehn besten Wirtschaftsbücher des Jahres 2024

Herausforderungen der KI, Russlands Einfluss auf die Welt oder das globale Müllproblem – diese zehn Titel stehen auf der Shortlist für das beste Wirtschaftsbuch 2024.Christian Wermke 16.08.2024 - 04:12 Uhr Artikel anhören
Zehn Bücher haben es in diesem Jahr in die engere Auswahl für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis geschafft. Foto: Stockbyte/Getty Images

Düsseldorf. Es ist ein neuer Rekord in der Geschichte des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises: Mehr als 90 Einsendungen von nahezu allen namhaften deutschsprachigen Verlagen erreichten die Handelsblatt-Redaktion. Aber nicht nur die Quantität beeindruckte. „Wir hatten in diesem Jahr eine sehr starke Qualität unter den Bewerbern und mussten mitunter lange diskutieren“, sagt der ehemalige Handelsblatt-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs.

Er sitzt der Jury seit vielen Jahren vor. Bei der Auswahl für die Shortlist hat die Redaktion immer den Leitsatz des Preises im Hinterkopf: „Wirtschaft verstehen“ – also ökonomische Zusammenhänge möglichst klar und deutlich zu erklären. Gut lesbar sollen die Titel zudem sein, aktuelle Themen aufgreifen, neue Blickwinkel bieten.

Der Preis 2024
Das Handelsblatt, die Frankfurter Buchmesse und die Investmentbank Goldman Sachs vergeben gemeinsam den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Wirtschaftsbuchpreis, der in diesem Jahr zum 18. Mal verliehen wird. Erstmals als Partner mit dabei ist der Onlinebroker Robomarkets Deutschland. Prämiert wird das beste Wirtschaftsbuch, das in den vergangenen zwölf Monaten erschienen ist. Mit dem Preis wollen die Initiatoren die Bedeutung des Wirtschaftsbuchs bei der Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge unterstreichen. Gesucht werden Bücher, die das Verständnis von Wirtschaft in der breiten Öffentlichkeit fördern – das Motto des Preises lautet deshalb „Wirtschaft verstehen“. Lesbarkeit und Aktualität sind ebenso Kriterien wie neue, innovative Blickwinkel.
Der Wirtschaftsbuchpreis, vergeben von einer hochkarätigen, unabhängigen Jury, wird in diesem Jahr zum dritten Mal durch einen Leserpreis ergänzt. Ab vier Wochen vor der Preisverleihung können die Leserinnen und Leser online über ihren eigenen Favoriten abstimmen. Beide Preise werden im Rahmen eines feierlichen Abends während der Frankfurter Buchmesse am 18. Oktober verliehen. Die Gewinner werden nicht vorher bekannt gegeben. Bis dahin erscheinen alle Rezensionen der zehn Finalistenbücher auf der Literaturseite des Handelsblatts – in Print wie digital. Zu finden sind die Besprechungen auch unter: www.deutscher-wirtschaftsbuchpreis.de

Im vergangenen Jahr gelang das dem Journalisten Felix Lee. Er gewann den Preis für sein Werk „China, mein Vater und ich“, in dem er auf elegante und emotionale Weise die persönliche Lebensgeschichte seines Vaters, der bei Volkswagen in Wolfsburg das Chinageschäft mit aufbaute, mit der Geopolitik verknüpfte.

Auch die zehn Bücher, die es in diesem Jahr in die engere Auswahl geschafft haben, greifen weltbewegende Themen im Kleinen wie im Großen auf, beschreiben die globalen Probleme und Krisen, versuchen sich aber auch an Lösungen und dem Blick auf die großen Chancen, die sich der Menschheit bieten.

Alle zehn geben uns in dieser schnelllebigen, disruptiven Zeit die Möglichkeit, auf die drängendsten Fragestellungen zu schauen, die nicht nur unsere Gegenwart beeinflussen, sondern auch unsere Zukunft (und die unserer Kinder) prägen werden. Die ausgewählten Autorinnen und Autoren fragen unter anderem:

  • Wie verändern KI und Digitalisierung unsere Identität und unser soziales Gefüge?
  • Welche ungenutzten Potenziale tragen Menschen in sich?
  • Welche Auswirkungen hat Russlands Politik global?
  • Wie beeinflusst der Kampf um Rohstoffe unsere Zukunft?
  • Wie kann Europa ökonomisch wachsen und überleben?
  • Welche Herausforderungen stellt der Abfall in der Zukunft dar?
  • Wie begegnet man der Kriminalität im digitalen Raum?
  • Welche Rolle spielt Sprache bei der Manipulation ökonomischer Prozesse?
  • Welchen Einfluss haben Informationsnetzwerke auf die Entwicklung von Gesellschaften?

Sabine Adler: Was wird aus Russland?
Ch. Links Verlag,
Berlin 2024,
336 Seiten,
22,00 Euro

Ed Conway: Material World.
Übersetzung: S. Vogel.
Hoffmann und Campe Verlag,
Hamburg 2024,
544 Seiten,
26,00 Euro

Gabriel Felbermayr: Europa muss sich rechnen.
Brandstätter Verlag,
Wien 2024,
152 Seiten,
20,00 Euro

Adam Grant: Hidden Potential – Die Wissenschaft des Erfolgs
Übersetzung: M. Fleißig, V. Topalova.
Piper Verlag,
München 2024,
352 Seiten,
24,00 Euro

Yuval Noah Harari: Nexus.
Übersetzung: J. Neubauer,
A. Wirthensohn.
Penguin Verlag,
München 2024,
656 Seiten,
28,00 Euro

Roman Köster: Müll.
C.H.Beck Verlag,
München 2023,
422 Seiten,
29,00 Euro

Andrian Kreye: Der Geist aus der Maschine
Wilhelm Heyne Verlag,
München 2024,
368 Seiten,
24,00 Euro

Jana Ringwald: Digital. Kriminell. Menschlich.
Murmann Verlag,
Hamburg 2024,
216 Seiten,
25,00 Euro

Simon Sahner, Daniel Stähr: Die Sprache des Kapitalismus.
S. Fischer Verlag,
Frankfurt a.M. 2024,
304 Seiten,
24,00 Euro

Mustafa Suleyman mit Michael Bhaskar: The Coming Wave.
Übersetzung: A. Wirthensohn.
C.H. Beck Verlag,
München 2024,
377 Seiten,
28,00 Euro

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Eines dieser zehn Bücher wird den 18. Deutschen Wirtschaftsbuchpreis gewinnen – eine mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung, die von Handelsblatt, Frankfurter Buchmesse und Goldman Sachs vergeben wird. Erstmals als Partner mit dabei ist der Onlinebroker Robomarkets Deutschland. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft wird den besten Titel auswählen.

Aber auch Sie als Leserinnen und Leser können abstimmen: Zum dritten Mal wird ein undotierter Leserpreis vergeben. Vier Wochen vor der feierlichen Gala am 18. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse wird der Abstimmungsprozess dafür online freigeschaltet.

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