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HollywoodNetflix: Keine Änderung an Kino-Zeitfenster nach Warner-Kauf

Dass Netflix als Streaming-Spezialist das Hollywood-Studio Warner Bros. kaufen könnte, sorgt für Unruhe bei Kino-Betreibern. Netflix beschwichtigt. 17.01.2026 - 09:46 Uhr Quelle: dpaArtikel anhören
Netflix wolle auch an den Kinokassen gewinnen, versichert Co-Chef Ted Sarandos. (Archivbild) Foto: Jordan Strauss/Invision via AP/dpa

Los Angeles. Netflix versucht, die Sorge zu zerstreuen, dass die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers die Zukunft der Filmtheater-Branche torpedieren könnte. Der Streaming-Riese werde das Kino-Geschäft von Warner keinen Risiken aussetzen, versicherte Co-Chef Ted Sarandos in einem Interview der „New York Times“. So werde man etwa das bisherige Zeitfenster von etwa 45 Tagen, die Filme exklusiv in Kinos laufen, beibehalten.

Netflix hatte in der Vergangenheit wenig Begeisterung für Filmtheater gezeigt. Auf Fragen dazu antworteten Manager stets, dass es für die Firma wichtiger sei, Filme für hunderte Millionen Streaming-Kunden zu veröffentlichen, als sie in Kinos zu bringen. Zur Verkündung der Warner-Übernahmepläne hatte Sarandos noch signalisiert, dass Netflix von einer schrittweisen Veränderung der Zeiträume ausgehe, die Filme nur im Kino zu sehen seien. 

Amerikanische Kinobetreiber sorgen sich, dass ihnen bei kürzeren Exklusivfenstern überlebenswichtige Einnahmen entgehen könnten. Filme von Warner waren zuletzt ein wichtiger Stützpfeiler für das Geschäft der Kinos.

„Wir wollen gewinnen“

Sarandos betonte, dass Netflix nach einer Warner-Übernahme auch die Nummer eins im Kino-Geschäft sein wolle. „Wir wollen gewinnen“ - sowohl am ersten Wochenende eines Films als auch bei den Einnahmen an den Kinokassen insgesamt. Durch Einblick in die Warner-Bilanzen habe Netflix festgestellt, dass das Kino-Geschäft des Hollywood-Konzerns besser laufe als man es angenommen habe.

Netflix will das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner Brothers in einem 83 Milliarden Dollar schweren Deal kaufen - ohne die aktuell noch zum Konzern gehörenden Fernsehsender wie CNN. Der Rivale Paramount dagegen bietet 108,4 Milliarden Dollar für das gesamte heutige Unternehmen Warner Bros. Discovery. Das Warner-Management entschied sich für das Netflix-Gebot, Paramount wandte sich danach direkt an die Aktionäre. Der Ausgang des Bieter-Wettstreits ist noch offen.

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