Konflikt im Grenzgebiet: Tadschikistan: Vier afghanische Terroristen getötet
Duschanbe. In der zentralasiatischen Republik Tadschikistan sind bei einem neuen blutigen Zwischenfall an der Grenze zu Afghanistan nach Behördenangaben vier Terroristen getötet worden. Die bewaffneten Männer seien aus dem Norden Afghanistans in das Land eingedrungen, teilte der tadschikische Grenzschutz in der Hauptstadt Duschanbe mit. Die Männer hätten nach Aufforderung, sich zu ergeben, bewaffneten Widerstand geleistet, hieß es. Es seien Waffen und Munition sichergestellt worden.
In dem betroffenen Gebiet Schamsiddin Schochin im Südosten Tadschikistans kam es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Grenzverletzungen durch Afghanen. Ende Dezember starben bei Gefechten laut Behörden zwei Grenzschützer und drei Terroristen. Aktuell sei die Lage nach dem inzwischen vierten Vorfall dieser Art binnen weniger Wochen unter Kontrolle, hieß es.
Zuletzt hatte es bereits Tote auch unter Zivilisten gegeben, teilten die Grenzschützer mit. Unter den Opfern waren mehrere Chinesen, die für eine Bergbaufirma arbeiteten, die in der Region Gold und andere Rohstoffe abbaut.
Tadschikistan wirft Taliban-Regierung Unfähigkeit vor
Die Führung in der autoritär geführten Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan wirft der Regierung der islamistischen Taliban immer wieder Unverantwortlichkeit vor. Tadschikistan werde mit allen Mitteln seine territoriale Unversehrtheit gegen Angriffe von Terrorgruppen und Schmugglern verteidigen, hieß es.
Tadschikistan hat eine 1.340 Kilometer lange, mitunter nicht vollkommen gesicherte Grenze mit Afghanistan, von wo aus auch Drogen nach Zentralasien geschmuggelt werden. In dem Land sind russische Truppen stationiert, die auch bei Manövern mit tadschikischen Soldaten die Sicherung der Staatsgrenze trainierten.