Geldanlage: Wie sich Fondsmanager gegen eine mögliche Korrektur absichern
Frankfurt. Der US-Aktienmarkt notiert wieder nahe seinem Höchststand. Hatten Mitte November noch viele Investoren aus Sorge vor überzogenen Bewertungen von KI-Aktien Anteile verkauft, ist die Risikofreude inzwischen zurück. Der US-Leitindex S&P 500 ist nur noch wenige Punkte von seinem Allzeithoch entfernt, auch der technologielastige Nasdaq hat sich erholt.
Dennoch sorgen sich Marktteilnehmer vor einem Stimmungsumbruch – ausgelöst durch eine Enttäuschung der immensen Erwartungen im Hinblick auf das Potenzial von Künstlicher Intelligenz. In einer monatlichen Umfrage der Bank of America nannten zuletzt 45 Prozent der befragten Fondsmanagerinnen und Fondsmanager eine KI-Blase als das größte Extremrisiko an den Märkten. EZB-Vizepräsident Luis de Guindos warnte kürzlich, die Stimmung an den Märkten könne sich „abrupt“ ändern.
Mit Blick auf das kommende Jahr geben sich zwar viele Investoren weiterhin zuversichtlich. Eine Blase bei KI-Aktien sehen viele derzeit noch nicht. Gleichzeitig diskutieren Banker und Portfoliomanager, wie sich eine Korrektur am Aktienmarkt bestmöglich absichern lässt. Eine einfache Antwort scheint es nicht zu geben: Der US-Dollar könnte als Absicherungsinstrument künftig ausfallen. Anleihen waren während des schwachen Börsenjahres 2022 kein verlässlicher Stabilisator. Und der Goldpreis ist bereits stark gestiegen.