US-Aktien: Riskante Hedgefonds-Wetten – Shortseller verlieren bei Tesla fast acht Milliarden Dollar
Der plötzliche Kursanstieg der Tesla-Aktie erwischte viele Shortseller zur falschen Zeit.
Foto: ReutersDüsseldorf. Hedgefonds-Manager gelten als Stars der Investmentbranche. Bessere Entscheidungen bei der Auswahl der Einzeltitel treffen sie aber nicht unbedingt, zeigt eine Auswertung des Finanzdatenanbieters S3 Partners.
Die unregulierte Investmentfonds haben demnach mit ihren Wetten auf steigende Kurse (Long-Positionen) in den vergangenen 30 Tagen zwar besser abgeschnitten als der S&P 500: Während der marktbreite US-Index in diesem Zeitraum um 5,6 Prozent stieg, gewannen die Long-Positionen der Hedgefonds 7,4 Prozent. Allerdings machten sie mit ihren Wetten auf fallende Kurse gleichzeitig große Verluste.
Im Schnitt verloren diese Short-Positionen 8,5 Prozent an Wert. Bei vier Aktien lagen die Verluste sogar im Milliarden-Dollar-Bereich.
S3-Analyst Ihor Dusaniwsky führt das Ergebnis darauf zurück, dass sich die Hedgefonds auf volatilere Aktien konzentrieren. Die Volatilität zeigt an, wie stark der Kurs gewöhnlich um seinen Mittelwert schwankt. „Davon versprechen sie sich ein größeres Alpha im Vergleich zum breiten Markt“, erklärt Dusaniwsky. Das Alpha ist ein Maß, welches die Performance gegenüber einem Vergleichswert wiedergibt. Je größer das Alpha ist, desto erfolgreicher ist also der Fondsmanager. Wird bei volatilen Aktien der Einstiegszeitpunkt richtig gewählt, sind hohe Gewinne möglich.