Wagniskapital: Deutschlands prominenteste Unternehmer investieren in Rosbergs Fonds – was kann er wirklich?
Frankfurt. Das gläserne Foyer des Hilton-Hotels am Frankfurter Flughafen ist fast leer, als Nico Rosberg um 19 Uhr die Empfangshalle betritt. Dunkler Pullover, hellgraue Chinohose, Rucksack, der 38-Jährige fällt nicht weiter auf. Dennoch soll das Gespräch mit dem Handelsblatt im hinteren Bereich der Hotelbar stattfinden, falls jemand Rosberg acht Jahre nach seinem Abschied aus der Formel 1 noch erkennen sollte.
Heute fährt Rosberg keine Autorennen mehr, aus dem Ex-Weltmeister ist ein Investor geworden. Gerade versucht er, Geld für einen Dachfonds im Volumen von 75 Millionen Euro aufzutreiben, in den prominente deutsche Unternehmer investieren sollen.
30 Millionen Euro habe er nach drei Monaten schon eingesammelt, sagt Rosberg. Die Namen der Familienunternehmen nennt Rosberg nicht – strikte Diskretion.
Über den Fonds erhielten die deutschen Unternehmer Zugang zu etwa 2000 Start-ups, die Rosberg als die besten der Welt anpreist. „Das kann ein einzelnes Unternehmen nicht schaffen“, sagt er.
Insidern zufolge bietet jedes Unternehmen zwei bis sechs Millionen Euro. Beteiligt sind große deutsche Mittelständler und Familien, die hinter börsennotierten Konzernen stehen.