Asia Techonomics: KI-Version eines Spielfilms erzürnt indische Filmbranche
Bangkok. Ursprünglich endete ihre Liebe tragisch: Nach einem Attentat eilt Zoya zu dem schwer verletzten Kundan ins Krankenhaus. Bevor er stirbt, wünscht er sich noch die Wiedergeburt – um sich erneut in Zoya verlieben zu können. Den mehr als sieben Millionen Indern, die diese Szene vor zwölf Jahren in den Kinos gesehen haben, dürfte die Schlusssequenz von „Raanjhanaa“ die Tränen in die Augen getrieben haben.
Die Wiederaufführung des Films, die in diesem Monat in indische Kinos kam, erspart den Zuschauern jedoch jedes emotionale Trauma: Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) haben die Produzenten dem Kassenschlager ein Happy End verpasst. Dieses Mal überlebt Kundan und richtet sich langsam vom Krankenbett auf, während Zoya ihm sanft zulächelt.
Doch während es für die Hauptfiguren von „Raanjhanaa“ dieses Mal gut ausgeht, beklagen die für das Werk verantwortlichen Filmschaffenden, dass das tragische Ende dieses Mal sie selbst trifft. Sie werfen der Produktionsfirma vor, mit dem KI-Eingriff ihre Kunst unerlaubt zu verfälschen – und dem Film seine Seele zu rauben.