Fed: Entwicklungen auf dem US-Arbeitsmarkt werfen neue Fragen auf
Am Mittwoch waren sich die Experten an der Wall Street noch einig: Die Zinsen werden sinken, und das schon bei der kommenden Sitzung der US-Notenbank Fed im September. Zinshändler schätzten die Wahrscheinlichkeit dafür auf 99,8 Prozent, wie aus Daten der US-Börse CME hervorgeht. Schließlich hätten die Zölle von US-Präsident Donald Trump bislang nicht zu spürbar höheren Preisen geführt, lautet die gängige Begründung. Das ermögliche es der Fed, sich um den schwächelnden Arbeitsmarkt zu kümmern.
Der Inflationsschock von Donnerstag stellt diese Theorie nun jedoch infrage: Die Erzeugerpreise stiegen im Juli überraschend deutlich an, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten sie um 3,3 Prozent zu. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 2,5 Prozent gerechnet.
In den vergangenen Tagen hatte die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen zu neuen Rekorden an den Aktienmärkten geführt und auch dem Bitcoin, der größten und ältesten Kryptowährung, ein neues Allzeithoch beschert. Doch nun rückt die Sorge vor der Inflation wieder in den Fokus. Anleiherenditen zogen an.