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Globale TrendsWarum eine Vermögensteuer kein Allheilmittel ist

Auf der Suche nach neuen Finanzquellen haben viele Regierungen es auf die Vermögenden abgesehen. Doch eine Reichensteuer schafft mehr Probleme, als sie löst.Torsten Riecke 18.09.2025 - 16:39 Uhr Artikel anhören
Reiche Ausländer haben in Großbritannien Steuervorteile. Das stößt auf massive Kritik und führte im Juni zu Protesten in London. Foto: AFP

In Deutschland wird sie von SPD-Politikern gefordert und von Bundeskanzler Friedrich Merz für verfassungswidrig erklärt. In Norwegen hat sie gerade die Parlamentswahl entschieden, in New York könnte sie bald über den nächsten Bürgermeister bestimmen. In Großbritannien und Frankreich wird sie von den Linken als Allheilmittel gesehen und von den Rechten verdammt. In der Steueroase Schweiz gibt es sie seit Jahrzehnten. Die Rede ist von der Vermögensteuer.

Seit die einstmals reichen Industrienationen neue Schuldenberge auftürmen, um vor allem die stark steigenden Sozialleistungen für eine immer älter werdende Bevölkerung und die höheren Verteidigungsausgaben zu stemmen, suchen Finanzminister händeringend nach neuen Einnahmequellen. Glaubt man dem französischen Ökonomen Gabriel Zucman, ist eine global erhobene jährliche Abgabe von zwei Prozent für reiche Privatpersonen mit einem Vermögenswert von mehr als einer Milliarde Dollar ein „no-brainer“. In Frankreich hat er dafür gerade eine nationale Vermögensgrenze von 100 Millionen Euro vorgeschlagen.

Mehrheit der Bürger ist für eine Vermögensteuer

„Die Menschen sehen, dass alle viel Steuern zahlen, mit einer Ausnahme: sehr vermögende Privatpersonen“, sagt Zucman und verweist auf seine Untersuchung, wonach die 400 reichsten Amerikaner zwischen 2018 und 2020 nur einen effektiven Steuersatz von knapp 24 Prozent hatten, während der Durchschnittsbürger in den USA mindestens 30 Prozent zahlte. Die Mehrheit der Steuerzahler scheint das ähnlich zu sehen wie Zucman: Nach einer Forsa-Umfrage im vergangenen Jahr befürworten 62 Prozent der Deutschen eine Vermögensteuer. In Großbritannien sind es sogar drei Viertel der Bevölkerung.

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