1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Anlagestrategie
  4. Musterdepots
  5. Musterdepots – Das Zukunfts-Depot: Grüne Wirtschaft: Wie sich Profit und Nachhaltigkeit vereinen können

Musterdepots – Das Zukunfts-DepotGrüne Wirtschaft: Wie sich Profit und Nachhaltigkeit vereinen können

Viele Unternehmen investieren im Kampf gegen den Klimawandel in grüne Technologien. Für Investoren stellt sich allerdings die Frage: Entwickeln sich diese Firmen zu profitablen Anlagen?Laetitia-Zarah Gerbes 21.03.2024 - 18:37 Uhr
Die Strategen (v. l.): , Gabriele Hartmann (Perspektive Asset Management), David Wehner (Do Investment) sowie Laetitia-Zarah Gerbes (Acatis Investment). Foto: Handelsblatt

Frankfurt. Der Markt für erneuerbare Energien wächst rasant. Einige Unternehmen haben das Potenzial nachhaltiger Geschäftsmodelle erkannt und investieren in Technologien zur Eindämmung des Klimawandels. Doch welche Bereiche der grünen Wirtschaft sind profitabel oder können es werden?

Der Biomethanhersteller Waga Energy und der Wasserstoff- und Methanol-Brennstoffzellenproduzent SFC Energy profitieren vom Wandel zur grünen Wirtschaft. Beide Unternehmen sind im „Zukunftsdepot“ vertreten. Während SFC Energy bereits profitabel ist, befindet sich Waga Energy noch auf dem Weg in die Gewinnzone. Im Februar hat Acatis Investment das Management von Waga Energy auf seinem Kapitalmarkttag in Paris besucht und sich mit CEO Mathieu Lefebvre intensiv über das Geschäftsmodell ausgetauscht.

Waga gehört zu den Unternehmen, die sich darum bemühen, aus Müll etwas Wertvolles entstehen zu lassen. Mülldeponien produzieren zwar klimaschädliches Methan, doch steckt darin auch die Lösung: Biomethan.

Politik könnte Nachfrage verstärken

Aus Deponieabgasen gewonnen, ist Biomethan klimaneutral und ersetzt fossile Brennstoffe. Die Nachfrage soll sich bis 2040 verachtfachen, da die Politik Biogas fördert, beispielsweise mit einem Pflichtanteil von sieben Prozent im Gasnetz bis 2030 in Frankreich. Biomethan schont das Klima, kann Gewinne einbringen, reduziert die Abhängigkeit von energiereichen Ländern und ist damit ein wichtiger Baustein der Energiewende.

Waga Energy hat eine Technologie entwickelt, die Abgase von Mülldeponien in wertvolles Biomethan umwandelt. Dies kann dank seines hohen Reinheitsgrads direkt in das Gasnetz eingespeist werden, bei einer Energieeffizienz von 90 Prozent. Bei der heutigen Biomethanproduktion ist das nur für weniger als ein Prozent der Fall.

Die Musterdepots
Die Manager der Musterdepots schreiben abwechselnd im Wochenrhythmus über ihre Sicht auf die Märkte. Die Beiträge der Expertinnen und Experten stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen lediglich einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben. >> Hier geht es zur Musterdepot-Seite
Leserinnen und Leser können den Profis quasi live über die Schulter schauen: Es gibt das „Zukunfts-Depot“ von Laetitia-Zarah Gerbes (Acatis Investment), das „Nachhaltigkeits-Depot“ von Gabriele Hartmann und das „Dynamik-Depot“ von David Wehner (FGTC Investment).
Hier gelangen Sie direkt zur Musterdepot-Seite: 
>> www.handelsblatt.com/boerse/musterdepots

Deponien, die mit ihren Abgasen Elektrizität erzeugen, erreichen lediglich eine Energieeffizienz von 30 Prozent. Zudem funktioniert Waga Energys modulare Technologie auch bei kleinen bis mittelgroßen Mülldeponien.

Die Biomethanproduktion von Waga Energy ist ein lukratives Geschäft für alle Beteiligten. Waga Energy erzeugt klimaneutrales Biomethan aus Deponiegas und verkauft es mit einer hohen Projekt-Ebitda-Marge von 30 bis 65 Prozent ins Netz. Ebitda beschreibt den operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisierung.

Wegen der hohen wiederkehrenden Umsätze von mindestens 50 Prozent zu einem Festpreis kann das Unternehmen seine Projekte zu guten Konditionen finanzieren. Die Deponiebetreiber profitieren durch eine Umsatzbeteiligung. Gleichzeitig werden die Emissionen reduziert. Bei einer Projektgröße von etwa zehn Millionen Euro konnte das Unternehmen in Europa sechs bis acht Millionen Euro Umsatz pro Jahr realisieren.

Die Nachfrage nach Biomethan ist groß und die Projektpipeline von Waga Energy gut gefüllt. In Zukunft könnte das Unternehmen auch noch zusätzliche Gewinne aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten erzielen. Somit ist die Biomethanproduktion von Waga Energy ein echtes Win-win-Geschäft mit ökologischem Mehrwert.

Zahlreiche Anwendungsgebiete für Biomethan

Die Anwendungsbereiche von Biomethan sind vielfältig: Es kann als Kraftstoff für Autos und Schiffe sowie zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werden. Ein weiteres praktisches Anwendungsbeispiel ist die Nutzung von Biomethan zur Herstellung von Biomethanol, einem flüssigen Energieträger, der reaktionsfreudiger sowie einfacher zu transportieren und speichern ist.

Damit könnten die Brennstoffzellen von SFC Energy klimaneutral betankt werden. Biomethan kann somit, neben der Herstellung von Biomethanol aus grünem Wasserstoff, zusätzliche Produktionskapazitäten schaffen, was SFC Energy zugutekäme.

SFC Energy profitiert von dem anhaltenden Ausbau der emissionsarmen Stromerzeugung, vor allem als Ersatz für Dieselgeneratoren. Und das schlägt sich auch in der Profitabilität des Unternehmens nieder. In den vorläufigen Ergebnissen für das Jahr 2023 stieg der Umsatz um 38,6 Prozent und die bereinigte Ebitda-Marge liegt mit 12,8 Prozent ein gutes Stück über dem Vorjahresniveau von 9,6 Prozent.

Net Zero Industry Act

Grüne Energie: Europas Antwort auf das US-Subventionsprogramm steht

Aktuell expandiert SFC Energy mit seiner eigenen Produktionsfabrik in Indien, einem Markt mit enormem Wachstumspotenzial. Im vergangenen Jahr erst hat sich Indien zum Ziel gesetzt, alle Dieselgeneratoren durch Brennstoffzellen zu ersetzen. Dabei möchte SFC Energy das Land tatkräftig unterstützen und seine Profitabilität weiter steigern.

Die grüne Wirtschaft bietet vielfältige Chancen für Unternehmen, die innovative und nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln. Die oben genannten Beispiele zeigen, dass sich Profit und Nachhaltigkeit nicht ausschließen müssen.

In den kommenden Jahren wird die grüne Wirtschaft weiter an Bedeutung gewinnen und Unternehmen wie Waga Energy und SFC Energy können sich gute Zukunftschancen erhoffen, da sie mit ihren innovativen Technologien einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt