Aktie unter der Lupe: Wie SAP-Chef Klein die Aktie wieder aus dem Tief holen will
Der Manager richtet den Softwarehersteller konsequent aufs Cloud-Computing aus.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Corona-Pandemie macht SAP weiterhin zu schaffen – der Softwarehersteller erwartet, dass die Krise nur „langsam abklingen“ werde. Trotzdem verbreitet das Management Optimismus: „Wir haben uns nicht ausgeruht, SAP ist eindeutig im Aufbruch“, sagte Vorstandschef Christian Klein Ende Januar bei der Veröffentlichung der Jahreszahlen.
Das ist nicht bloß Rhetorik. Das Management hat weitreichende Veränderungen angekündigt: Es stellt das Cloud-Computing, bei dem Kunden übers Netzwerk auf Software und Dienstleistungen zugreifen, in den Mittelpunkt der Strategie. Das neue Paket „Rise with SAP“ soll die Unternehmen von einer Umstellung überzeugen.
In diesem Zuge wirbt SAP bei Aktionären und Analysten für eine höhere Bewertung trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit. „Unser Geschäft transformiert immer mehr in die Cloud. Das ist ein Momentum, auf das sich der Blick aus Investorenperspektive lohnt“, so Finanzchef Luka Mucic gegenüber dem Handelsblatt.
Dass Aktionäre bei Cloud-Spezialisten deutlich höhere Multiplikatoren anlegen, konnte SAP beim Börsengang der Tochtergesellschaft Qualtrics selbst feststellen: Der erste Kurs der Aktie lag fast 40 Prozent über dem Ausgabepreis.