Aktien: Kurschancen trotz Gewinnwarnung – welche Werte sich lohnen könnten
Auch der Chemiekonzern stellt sich auf schwierigere Zeiten ein. Anleger reagieren aber bisher aus zwei Gründen gelassen.
Foto: BASFDüsseldorf. Selbst drastische Gewinnwarnungen sorgen in der laufenden Bilanzsaison zum zweiten Quartal nicht immer für Kursverluste. Das zeigte jüngst die Hiobsbotschaft von BASF in der Chemiebranche. Trotz sinkender Umsatz- und Gewinnerwartungen ist der Kurs seit der vermeintlichen Schreckensnachricht gestiegen.
Mit Blick auf die künftige Aktienentwicklung sind finanzmarktrelevante Kennzahlen wie Gewinn, Rendite, Dividende und Aktienbewertung von Bedeutung. Darüber hinaus gilt es, auf die Perspektiven des Unternehmens zu achten, sein Geschäftsmodell und die Glaubwürdigkeit des Managements, mit Krisen wie einer Gewinnwarnung umzugehen.
Oftmals sind solche Hiobsbotschaften sogar eine große Chance für den Konzern, es künftig besser zu machen. Das zeigte Adidas: Nach drei Gewinnwarnungen im vergangenen Jahr gehört die Aktie 2023 mit einem Zugewinn von 40 Prozent zu den Top-Performern im Dax.
Fünf Unternehmen im Dax haben in den vergangenen Wochen unterschiedlich drastische Gewinnwarnungen veröffentlicht. Genauso unterschiedlich sind auch die Kursperspektiven dieser fünf Aktien, die das Handelsblatt im Folgenden beleuchtet.
SAP: Gewinnwarnung in homöopathischer Dosis
Europas größter Softwarehersteller SAP schwächelt in seinem selbst erklärten Zukunftsgeschäft und korrigierte seine Jahresziele, weil die Cloud-Erlöse etwas niedriger ausfallen als erwartet. Einige Großkunden haben sich aufgrund andauernder ökonomischer Unsicherheiten für eine Lizenz- statt für eine Cloud-Lösung entschieden, sagte SAP-Vorstandschef Christian Klein.