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AnlagebetrugBehörden fahnden weltweit nach mutmaßlicher Onecoin-Erfinderin

Der weltweite Schaden dürfte bei mehreren Milliarden Dollar liegen. Die Beschuldigte steht künftig auch auf der Liste der meistgesuchten Flüchtigen Europas. 11.05.2022 - 14:59 Uhr Artikel anhören

Der promovierten Juristin Ruja Ingatova werde gemeinschaftlicher Betrug im besonders schwerem Fall sowie Geldwäsche vorgeworfen, berichtetet die Staatsanwaltschaft.

Foto: Onecoin

Düsseldorf. Im milliardenschweren Anlagebetrug mit der frei erfundenen Kryptowährung Onecoin fahnden die Behörden jetzt weltweit nach der mutmaßlichen Erfinderin. Der promovierten Juristin Ruja Ingatova werde gemeinschaftlicher Betrug im besonders schwerem Fall sowie Geldwäsche vorgeworfen, berichteten die Staatsanwaltschaft Bielefeld und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen am Mittwoch.

„Die Gesuchte steht im Verdacht, als treibende Kraft und geistige Erfinderin der vermeintlichen Kryptowährung Onecoin weltweit Investoren veranlasst zu haben, in diese tatsächlich wertlose „Währung“ zu investieren“, berichteten die Behörden. Der bislang in dem Verfahren festgestellte Betrugsschaden liegt bei etwas mehr als 88 Millionen Euro. Doch dürfte der tatsächlich weltweit verursachte Schaden mehrere Milliarden Dollar betragen, wie das Bundeskriminalamt berichtete.

Die 1980 in Bulgarien geborene deutsche Staatsangehörige ist seit Oktober 2017 untergetaucht. Sie dürfte nach Angaben der Polizei aufgrund ihrer Taten über erhebliche finanzielle Mittel und weltweit über Unterstützer und Kontaktpersonen verfügen. Möglicherweise habe sie ihr Aussehen verändert.

Zusätzlich zu den bereits bestehenden nationalen und europäischen Haftbefehlen werde deshalb jetzt auch die weltweite Öffentlichkeitsfahndung eröffnet. Die Beschuldigte stehe künftig auch auf der Liste der meistgesuchten Flüchtigen Europas.

Für Hinweise, die zur Ergreifung der Beschuldigten führen, ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Die Polizei warnte allerdings davor, die Frau selbst anzusprechen, da sie möglicherweise bewaffnet sei.

dpa
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