Anlagestrategie: Wie Anleger mit Aktien vom Fahrrad-Boom profitieren können
Mit dem Kauf von Fahrrad-Aktien könnten mittel- bis langfristig orientierte Anleger vom Trend profitieren.
Foto: IMAGO/Jürgen RitterKöln. Erst florierte der Absatz von Fahrrädern in der Pandemie, jetzt wegen steigender Energiepreise durch den Ukrainekrieg. Burkhard Stork, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV), sagt: Die hohen Mobilitätskosten werden viele Menschen motivieren, häufiger aufs Rad zu steigen. Stork spricht von „Freiheitsmobilität“, weil das Fahrrad unabhängig von fossiler Energie mache.
Wie viele andere Branchen kämpft aber auch die Fahrradindustrie mit Lieferengpässen und steigenden Rohstoffpreisen. Nicolas Pilz, Co-Geschäftsführer der Societas Vermögensverwaltung, gibt zu bedenken: „Das sollten Anleger nicht außer Acht lassen, auch wenn der Fahrradboom sicherlich noch viele Jahre anhalten wird.“
Michael Heimrich von TOP Vermögen ist überzeugt, dass die Nachfrage sich „in dieses Jahr und vermutlich auch ins kommende Jahr verschiebt“. Angesichts des zum Teil starken Kursverfalls seit Jahresanfang sieht er bei einigen Aktien „grundsätzlich Potenzial“. Der Branchenverband rechnet weltweit bis 2026 mit einem jährlichen Wachstum von 4,3 Prozent.
Mit dem Kauf von Fahrrad-Aktien könnten mittel- bis langfristig orientierte Anleger also vom Trend profitieren. Heimrich erklärt: „Erst im Januar hat der Finanzinvestor KKR den Aktionären der niederländische Accell Group ein Übernahmeangebot in Höhe von 58 Euro in bar unterbreitet.“ Aktuell liegt der Kurs bei 54 Euro.