Anlagestrategie: Wo Investoren auf stabile Renditen setzen können
Sie unterstützen beeinträchtigte Kinder sowie Jugendliche. Um ihre gemeinnützigen Zwecke zu verfolgen, müssen Stiftungen ihr Vermögen zumindest erhalten.
Foto: imago images/Thomas EisenhuthFrankfurt. Sie fördern und unterstützen. Um ihren gemeinnützigen Zweck zu erfüllen, sind Stiftungen in besonderer Weise darauf angewiesen, ihr Vermögen so anzulegen, dass sie regelmäßige Auszahlungen erhalten.
Der Erfahrung nach brauchen sie dafür durchschnittlich rund drei Prozent laufenden Ertrag im Jahr. Das klingt erreichbar, ist aber in den zuletzt bewegten Börsenzeiten nicht einfach zu realisieren gewesen.
Das zeigt eine Untersuchung des Fachverlags Fuchsbriefe unter Vermögensverwaltern, die dem Handelsblatt vorliegt.
Wenige Vermögensverwalter erfüllen die Anforderungen von Stiftungen
„Nur wenige Vermögensverwalter erfüllen die Anforderungen von Stiftungen“, resümiert Ralf Vielhaber, Geschäftsführer der Fuchsbriefe. Das beginne damit, dass Geldmanager ihre Anlagevorschläge den vielen oft ehrenamtlich tätigen Stiftungsvertretern nicht verständlich erklärten und oft nicht genug auf ihre Wünsche eingingen.
Und auch die erforderlichen Renditeziele seien in den vergangenen fünf Jahren wegen der extrem schwachen Börsenjahre 2018 und 2022 schwer zu erreichen gewesen.
So haben selbst die besten Anbieter mit typischen Portfolios vorrangig aus Aktien und Anleihen in den Jahren 2018 bis 2022 im Schnitt nur eine Rendite zwischen 1,6 und 3,2 Prozent erzielen können, wie das Analysehaus Quanvest errechnete. Immerhin hätten die besten Anbieter die Vermögen ihrer Kunden erhalten können, sagt Vielhaber.